Bremer Polizisten stehen bei ihrem Großeinsatz im kriminellen Milieu vor einem Gebäude in Hemelingen.

Bremer Polizisten stehen bei ihrem Großeinsatz im kriminellen Milieu vor einem Gebäude in Hemelingen.

Foto: Schuldt/dpa

Bremen

Bremen: Chats führen zu den Clans

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Von nord24
19. März 2021 // 19:39

Die Bremer Kripo hat einen Datenschatz in der Hand: die entschlüsselte Kommunikation zwischen Verbrechern.

Schläge gegen den Drogenhandel

Dank entschlüsselter Chats zwischen Kriminellen sind der Bremer Polizei seit vergangenem Jahr empfindliche Schläge gegen Drogenhandel und Clankriminalität gelungen.

Führende Köpfe verhaftet

Mehr als 20 Haftbefehle seien vollstreckt worden, sagte Landeskriminalamtsleiter Jürgen Osmers am Freitag. Mindestens sechs Verhaftete seien führende Köpfe der organisierten Kriminalität. Weiter seien 500.000 Euro Bargeld, mehr als 60 Autos und 13 Kilogramm Drogen beschlagnahmt worden.

Vermögen abgeschöpft

Zehn Immobilien wurden mit Hypotheken belegt, um kriminell erworbenes Vermögen abzuschöpfen. Allein bei einer großen Durchsuchungsaktion am Donnerstagmorgen, der siebten nach Osmers‘ Zählung, gingen der Polizei vier Beschuldigte ins Netz.

Chats entschlüsselt

Den Bremer Fahndern kam zu Hilfe, dass es französischen und niederländischen Behörden im vergangenen Jahr gelungen war, die Chats sogenannter Kryptohandys zu entschlüsseln.

Hotspot des Drogenhandels

Viele der nach Deutschland übermittelten Daten betreffen das Land Bremen. Bremen und Bremerhaven seien wegen der Häfen ein Hotspot des Drogenhandels, sagte Mäurer. Am Landgericht Bremen läuft bereits ein Prozess gegen eine Drogenhändlerbande, in dem solche dechiffrierten Chats wichtige Beweismittel sind.

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