Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen.

Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen.

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Bremen

Bremen will Beherbergungsverbot nachverhandeln

12. Oktober 2020 // 18:53

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte will mit den Ländern und dem Bund noch einmal über die Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten verhandeln.

Urlaubsreisen

„Ich werde das Beherbergungsverbot bei der Ministerpräsidenten-Konferenz am Mittwoch noch einmal zum Thema machen", sagte Bovenschulte am Montag dem Nachrichtenportal "t-online". Private Urlaubsreisen seien nicht das Problem der Corona-Pandemie.

Testkapazitäten werden verbraucht

Der SPD-Politiker kritisierte die Regelung als „Ausdruck von Kleinstaaterei". In eine Großstadt wie Bremen pendeln jeden Tag 100.000 Menschen zur Arbeit ein - und mehrere zehntausend aus, führte er an. „Das ist die wirkliche Herausforderung, in den dicht besiedelten Ballungsräumen das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Stattdessen werden wertvolle Testkapazitäten verbraucht, um Urlauber vor den Ferien freizutesten."

Innerdeutsche Hotspots

Seit vergangener Woche dürfen in einigen Bundesländern Touristen aus innerdeutschen Hotspots nur noch dann beherbergt werden, wenn sie negativ auf das Virus getestet wurden. Länder wie Bremen, Thüringen, Berlin und Nordrhein-Westfalen schlossen sich der Regelung nicht an.

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