Chaos bei den Grünen: Schmeißt Finanzsenatorin Karoline Linnert die Brocken hin? Bei der Urwahl zur Spitzenkandidatin der Grünen musste sie jetzt eine bittere Niederlage hinnehmen. Die Basis lehnte sie ab.

Schmeißt Finanzsenatorin Karoline Linnert die Brocken hin? Bei der Urwahl zur Spitzenkandidatin der Grünen musste sie jetzt eine bittere Niederlage hinnehmen. Die Basis lehnte sie ab.

Foto: Wagner/dpa

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Bremer Grüne stürzen Karoline Linnert als Spitzenkandidatin

Von Klaus Mündelein
17. September 2018 // 12:32

Die Parteibasis hat entschieden: Karoline Linnert, langjährige Finanzsenatorin und Frontfrau der Grünen, wird ihre Partei nicht als Spitzenkandidatin bei der Bürgerschaftswahl im kommenden Jahr anführen. Bei einer Urwahl setzte sich ihre Konkurrentin Maike Schaefer durch.

Maike Schaefer gewinnt

Linnert hatte vor der Urwahl Druck ausgeübt. Sie würde im Fall einer Niederlage nicht mehr antreten. Sie wird sich also nach der Wahl aus der Politik zurückziehen. Womöglich schmeißt sie sogar vorher die Brocken hin. Das nahmen die Mitglieder der Grünen offensichtlich in Kauf. Linnert bekam 46,1 Prozent der Stimmen, ihre Konkurrentin Maike Schaefer, Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Bürgerschaft, bekam 53,9 Prozent.

Urwahl als Folge einer Rebellion

Dass es überhaupt zu einer Urwahl der Spitzenkandidatin kommt, war schon die Folge einer innerparteilichen Rebellion. Mitte April hatte sich die Parteispitze dafür ausgesprochen, mit einer weiblichen Dreierspitze zur Bürgerschaftswahl anzutreten, bestehend aus der Fraktionsvorsitzenden Maike Schaefer, Sozialsenatorin Anja Stahmann und Karoline Linnert als Listenführerin. Gegen diese Vorfestlegung ohne Mitspracherecht der Parteibasis erhob sich Widerstand.

Wahlbeteiligung von 63 Prozent

Bei einer Mitgliederversammlung im Juni stellte die Basis dann die Weichen für eine Urwahl. 722 Parteimitglieder waren wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,2 Prozent.

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