Der Haushaltsreferent stellt die Bremer Schuldenuhr um.

Jan Vermöhlen, Haushaltsreferent beim Bund der Steuerzahler Bremen, stellt Bremens Schuldenuhr um.

Foto: picture alliance/dpa

Bremen

Bremer Schuldenuhr zeigt rasanten Schuldenzuwachs

Von nord24
8. September 2020 // 19:39

Die Bremer Schuldenuhr bewegt sich seit Dienstag in großen Schritten vorwärts. Pro Sekunde kommen im kleinsten Bundesland 57,80 Euro an Staatsschulden dazu, wie der Bremer Vorstand des Bundes der Steuerzahler mitteilte. So groß war die Summe pro Sekunde demnach noch nie.

Bremen: 1,8 Milliarden Euro Neuschulden

Grund für den schnellen Anstieg ist die Haushaltsplanung, die wegen der Corona-Pandemie für das laufende Jahr eine Neuverschuldung von insgesamt 1,822 Milliarden Euro vorsieht. „Bis zum Jahresende steigen die Schulden der Freien Hansestadt Bremen damit auf insgesamt 22,6 Milliarden Euro“, hieß es nach Umstellung der Schuldenuhr im Beisein von Bremens Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne). Die Uhr lief im vergangenen Jahr erstmals seit ihrer Inbetriebnahme im Mai 2006 rückwärts, weil viele Schulden getilgt werden konnten.

Niedersachsen: 8,79 Milliarden Euro Neuschulden

Auch in Niedersachsen wachsen die Schulden derzeit schnell. Zum Jahresende werde sich der Schuldenberg auf 69,93 Milliarden Euro erhöhen, ein Plus von 8,79 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahresbeginn, teilte der Bund der Steuerzahler im August mit. In den vergangenen Jahren war die Uhr in Niedersachsen wegen Schuldenabbaus mehrfach zurückgedreht worden. Mit der Uhr visualisiert der Bund der Steuerzahler den Schuldenstand Deutschlands und der Bundesländer. Dabei werden die für das Jahr 2020 zu erwartenden Nettoneukredite gemäß den Haushaltsplanungen so zusammengefasst, als würden sie in gleichen Raten aufgenommen.

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