ARCHIV - Ein Plakat gegen sexistische Werbung steht am 04.07.2017 in Bremen auf dem Marktplatz, rechts ist das Rathaus zu sehen. (zu dpa "Bremen reagiert auf Beschwerden gegen sexistische Werbung" vom 02.10.2017) Foto: Carmen Jaspersen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - Ein Plakat gegen sexistische Werbung steht am 04.07.2017 in Bremen auf dem Marktplatz, rechts ist das Rathaus zu sehen. (zu dpa "Bremen reagiert auf Beschwerden gegen sexistische Werbung" vom 02.10.2017) Foto: Carmen Jaspersen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Bremen

Bremer beschweren sich über sexistische Werbung

Von Lili Maffiotte
2. Oktober 2017 // 12:39

Sexistische Werbung stößt in Bremen zunehmend auf Kritik der Bürger. Seit April gab es 30 Beschwerden über 11 Motive, wie Susanne Gieffers von der zuständigen Bremer Behörde, sagte. Gemeldet wurden Plakate zu einer Fernseh-Casting-Show und Werbung für Sonnenstudios, einen Fensterbauer, einen Elektrobetrieb sowie eine Bäckerei-Kette.

Bremen ist das einzige Bundesland

Auch Plakate von AfD und FDP wurden bei der Beschwerdestelle gemeldet. "Von den elf beanstandeten Motiven haben wir sechs als tatsächlich sexistisch eingestuft", sagte Gieffers. Bremen geht als bislang einziges Bundesland gegen sexistische Werbung auf öffentlichen Werbeflächen des Landes und der Stadtgemeinde vor.

"Wirkungsvolles Verfahren"

Seit einem Senatsbeschluss im April müssen betroffene Plakate entfernt werden. Gegen sexistische Werbung auf privaten Flächen hat die Behörde keine Handhabe. Auch wenn bislang nur ein Motiv von Werbewänden entfernt wurde, hält die Landesbehörde das Verfahren für wirkungsvoll.

"Wollen das nicht mehr"

Gieffers zufolge hinterfragen Bremer zunehmend die Werbung. "Ob diese Motive nun tatsächlich sexistisch sind oder Frauen oder Männer in sexualisierten Posen zeigen: Viele Menschen wollen das nicht mehr", sagte die Sprecherin.

Respektvolles Miteinander

"Das hat nichts mit Prüderie oder Sittenpolizei zu tun, sondern mit dem Wunsch nach einem respektvollen Miteinander und einer würdevollen Darstellung auch in der Werbung – nicht zuletzt wegen der Wirkung auf Kinder und Jugendliche."

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