Bei der nächsten Schaffermahlzeit werden mehr Frauen erwartet. Dann dürften mehr Kleider zwischen den Herren im Frack zu sehen sein.

Bei der nächsten Schaffermahlzeit werden mehr Frauen erwartet. Dann dürften mehr Kleider zwischen den Herren im Frack zu sehen sein.

Foto: Wagner/dpa

Bremen
Bremerhaven

„Eine Schafferin ist nicht ausgeschlossen“

Von Denise von der Ahé
30. November 2019 // 10:00

Zur Schaffermahlzeit am 14. Februar werden erstmals mehr weibliche Gäste erwartet. Ob künftig auch eine Unternehmerin das älteste Brudermahl der Welt ausrichten darf, ist jedoch weiterhin offen.

"Wahl einer Frau ist wahrscheinlicher geworden"

Die Generalversammlung der Stiftung Haus Seefahrt wählt die neuen Schaffer traditionell am Dienstag vor der Schaffermahlzeit. Sie werden stets zwei Jahre im Voraus gewählt. Würde im Februar also eine Frau zur Schafferin ernannt, würde sie die Traditionsveranstaltung im Bremer Rathaus 2022 ausrichten. „Eine Schafferin ist nicht ausgeschlossen“, sagt der Verwaltende Vorsteher von Haus Seefahrt, Matthias Claussen. Und es sei auch wahrscheinlicher geworden.

Lob und Kritik von der Landesfrauenbeauftragten

Die stellvertretende Landesfrauenbeauftragte, Bärbel Reimann, begrüßte am Freitag, dass das Geschlecht bei den auswärtigen Gästen kein Auswahlkriterium mehr ist: „Schön, dass jetzt 15 Frauen als Gäste erwartet werden. Unverständlich bleibt jedoch, warum das Haus Seefahrt weiterhin keine Schafferinnen zulässt. Chancengleichheit sieht anders aus.“

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