Damit die Gefährdungslage jederzeit eingeschätzt werden kann, braucht es eine fundierte Basis. Diese soll geschaffen werden, indem Kita-Mitarbeitende regelmäßig getestet werden.

Damit die Gefährdungslage jederzeit eingeschätzt werden kann, braucht es eine fundierte Basis. Diese soll geschaffen werden, indem Kita-Mitarbeitende regelmäßig getestet werden.

Foto: picture alliance/dpa

Bremen

Kita-Öffnungen: „Brauchen systematischen Schutz“

Von nord24
14. Juni 2020 // 19:00

In Bremen sollen nach einem Senatsbeschluss ab Montag, 15. Juni alle Kita-Kinder für mindestens 20 Stunden pro Woche betreut werden. Damit die Gefährdungseinschätzung auf einer fundierten Basis eingeschätzt werden kann, fordert der Bremer Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder einen regelmäßigen Corona-Test bei einer ausgewählten Gruppe von Kita-Mitarbeitenden.

Beschränkungen aufgehoben

Zwar begrüßt der Landesvorsitzende Carsten Schlepper, dass alle Kinder wieder in die Kitas dürften. Gleichzeitig wachse jedoch die Verunsicherung bei den Beschäftigten. Die bisherigen Beschränkungen der Gruppengröße, um die Kontaktketten klein zu halten, habe der Bremer Senat aufgehoben. Dadurch begegneten sich wieder alle Kinder und alle Erwachsenen - Fachkräfte und Eltern - in den Kitas.

Geschehen weiter beobachten

„Das Risiko einer Ansteckung durch das Coronavirus besteht und wird durch diese Bedingungen im eingeschränkten Regelbetrieb erhöht“, mahnte Schlepper. Alle Experten betonten, dass das Infektionsgeschehen weiter beobachtet und gegebenenfalls neuerliche Beschränkungen vorgenommen werden müssten. „Dann ist es aber für Einzelne schon zu spät, die sich dann womöglich angesteckt haben.“

Systematischer Schutz

Die Mitarbeitenden in der Kindertagesbetreuung fühlten sich nicht ernst genommen, unterstrich Schlepper. Seit drei Monaten hätten sie ohne Abstand die Notbetreuung aufrechterhalten, um Eltern aus systemrelevanten Berufsgruppen den Rücken freizuhalten. Die Kindertagesbetreuung sei selbst ein systemrelevantes Feld. „Um die Unsicherheiten der nächsten Wochen besser aushalten zu können, braucht es einen systematischen Gesundheitsschutz und nicht nur dankende Worte.“ (epd)

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