Der typische Salafist ist inzwischen schwierig zu erkennen. "Er kleidet sich ganz normal", sagt LKA-Chef Daniel Heinke.

Der typische Salafist ist inzwischen schwierig zu erkennen. "Er kleidet sich ganz normal", sagt LKA-Chef Daniel Heinke.

Foto: Murat/dpa

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LKA-Chef: So viele Salafisten aus Bremen sind unter Beobachtung

Von Denise von der Ahé
30. März 2019 // 10:00

Salafisten sind nach Angaben des Bremer LKA-Chefs Daniel Heinke nicht mehr immer erkennbar. "Er kleidet sich ganz normal und agiert nicht öffentlich", sagt der Leiter des Landeskriminalamtes im Interview mit der NORDSEE-ZEITUNG. 

"Wir müssen die Salafisten im Blick haben"

„Es gibt verschiedene Personen, die unter polizeilicher Beobachtung stehen“, sagt Heinke. Die Stadt Bremen gilt als Salafisten-Hochburg. „30 Personen sind aus islamistischer Motivation nach Syrien und in den Irak ausgereist, um sich dort zu radikalisieren“, sagt der Ermittler. „20 weitere konnten wir aber an der Ausreise hindern. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass sie noch hier sind - und wir müssen sie im Blick haben.“

"Zentrale Anlaufstelle für Salafisten weggefallen"

Die Lage habe sich zwar etwas entspannt, nachdem Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) im Dezember 2014 den Kultur- und Familienverein in Bremen-Gröpelingen verboten hat. „Damit fielen eine zentrale Anlaufstelle und ein Radikalisierungsfaktor weg“, sagt Heinke.
Was der LKA-Chef zur Clankriminalität sagt: Das ganze Porträt von Daniel Heinke lest ihr am Sonnabend in der NORDSEE-ZEITUNG.

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