Bremens Landeschef Andreas Bovenschulte (SPD) trat am Mittwochabend erst spät vor die Presse.

Bremens Landeschef Andreas Bovenschulte (SPD) trat am Mittwochabend erst spät vor die Presse.

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Lockdown bis 28. März verlängert: Was sich jetzt ändert

4. März 2021 // 00:00

Bund und Länder haben sich am Mittwoch auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März verständigt. Doch es gibt auch Lichtblicke.

Bund und Länder beraten bis spät in den Abend

Bis in den späten Abend haben Bund und Länder am Mittwoch um die weitere Strategie in der Corona-Krise gerungen - auch im Hinblick auf mögliche Lockerungen im Lockdown. Als Bremens Landeschef Andreas Bovenschulte (SPD) vor die Presse trat, war es 23.27 Uhr.

Mittelweg gesucht

„Wir haben versucht, einen Mittelweg zwischen notwendigem Infektionsschutz und Öffnungsperspektiven zu finden“, sagte Bremens Bürgermeister. Dabei sei aber auch die Einsicht gewachsen, nicht in einem dauerhaften Lockdown verweilen zu können, in dem die Menschen keine Hoffnung oder Öffnungsperspektiven hätten.

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick

  • Der Lockdown wird grundsätzlich bis zum 28. März verlängert.
  • Ein Selbsttest pro Woche für Personal in Kitas und Schulen sowie für Kinder und Schüler. Für das Land Bremen ändert sich hier nichts.
  • Unternehmen sollen verpflichtet werden, ihren Angestellten einen Schnelltest pro Woche anzubieten. Möglich, dass Bremen hier sogar auf zwei Tests pro Woche pocht.
  • Hausärzte sollen ab 1. April impfen.
  • Astrazeneca soll auch an Personen über 65 Jahre verimpft werden können.

Öffnungsschritte ab dem 8. März

  • Buchhandlungen dürfen wieder öffnen (ein Kunde pro 10 Quadratmeter bei einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmetern).
  • Köpernahe Dienstleistungen wie Kosmetiksalons oder Fahrschulen dürfen öffnen.
  • Private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt sollen möglich sein, jedoch beschränkt auf maximal fünf Personen.

Liegt die Inzidenz stabil unter 50 gelten folgende Lockerungen:

  • Einzelhandel, Museen, Galerien und Zoos dürfen öffnen. Für Bremen und Niedersachsen wird dies nach aktueller Inzidenz-Lage aber nicht zutreffen.

Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100 gelten folgende Lockerungen:

  • Click & Meet ist möglich. Dies wird derzeit im Land Bremen schon ermöglicht.
  • Museen, Galerien und Zoos dürfen mit Terminvereinbarung zur Kontaktnachverfolgung öffnen.

Mögliche Öffnungsschritte ab 22. März, wenn die Inzidenz stabil unter 50 ist

  • Außengastronomie darf öffnen.
  • Theater und Kinos dürfen öffnen.
  • Sport soll ermöglicht werden.
  • Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, sind kleinere Schritte angedacht.

Gelten die Lockerungen auch in Bremerhaven?

Ob die Lockerungen allerdings auch in Bremerhaven gelten werden, steht noch nicht fest. „Wir werden die Situation für Bremerhaven am Donnerstag neu bewerten“, sagte Magistrats-Sprecher Volker Heigenmooser in Hinblick auf die hohe Inzidenz in der Seestadt. Diese hatte tagelang über 200 gelegen und war erst am Mittwoch auf 185,1 gesunken.

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