Im öffentlichen Nahverkehr wird es zu weiteren Streiks kommen.

Im öffentlichen Nahverkehr wird es zu weiteren Streiks kommen.

Foto: Bernd Thissen/dpa

Bremen

Öffentlicher Dienst: Streiks trotz Lohnangebot

Von nord24
16. Oktober 2020 // 21:07

Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst haben Bund und Kommunen ein Angebot vorlegt, das von den Gewerkschaften kritisiert wird.

Angebot in drei Stufen

Die Arbeitgeber bieten für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen an. Die Gewerkschaften halten das für unzureichend. Sie wollen ihre Warnstreiks auch in der kommenden Woche fortsetzen.

Erst einmal ein Prozent

Wie das Bundesinnenministerium und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am Freitag mitteilten, sieht das Angebot eine Laufzeit von 36 Monaten vor. Eine Erhöhung der Entgelte solle es zum 1. März 2021 um 1,0 Prozent geben, zum 1. März 2022 um weitere 1,0 Prozent und zum 1. März 2023 um weitere 1,5 Prozent. „Der erste Erhöhungsschritt wird mit einem Mindestbetrag von 30 Euro verbunden“, heißt es in einer Mitteilung.

Forderung: 4,8 Prozent

Die Gewerkschaften fordern bei einer einjährigen Laufzeit ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen und Erzieher, Busfahrer, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte. Die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitgebern von Bund und Kommunen sowie den Arbeitnehmervertretern von Verdi, dbb Beamtenbund und Tarifunion ist am Donnerstag und Freitag kommender Woche (22. und 23. Oktober) angesetzt.

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