Der langjährige Bremer Bürgermeister Hans Koschnick ist tot.

Der langjährige Bremer Bürgermeister Hans Koschnick ist tot.

Foto: Wagner/dpa

Bremen

Trauer um Hans Koschnick: Bremens Ex-Bürgermeister ist tot

Von nord24
21. April 2016 // 11:46

Hans Koschnick ist am Donnerstag im Alter von 87 Jahren gestorben. Der ehemalige Bürgermeister der Hansestadt Bremen hatte sich über sein Amt hinaus viele Jahre lang der Völkerverständigung und Friedensarbeit gewidmet. Durch sein Verständnis für Völkerverständigung machte Koschnick sich auch weit über die Bremer Grenzen hinaus politisch einen Namen. "Wir trauern um einen großen Bremer", sagte Bürgermeister Carsten Sieling. "Hans Koschnick hat mit seiner Persönlichkeit, seiner Volksverbundenheit und seinem unerschütterlichen Glauben an die Versöhnung und Verständigung zwischen den Völkern unauslöschliche Spuren hinterlassen".

Wichtige Daten aus Koschnicks politischem Leben

2. April 1929: Geburt in Bremen
1950: Eintritt in die SPD
ab 1955: Mitglied der Bremer Bürgerschaft
1967-1985: Bürgermeister und Senatspräsident von Bremen
1970-1991: Mitglied des SPD-Bundesparteivorstands
1975-1979: stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender (Vize von Willy Brandt)
1987-1994: Bundestagsabgeordneter

Helmut Koschnick: Erst Bürgermeister, dann EU-Administrator in Bosnien

 Im Juli 1994 Koschnick für 20 Monate als EU-Administrator in die vom jugoslawischen Bürgerkrieg zerstörte Stadt Mostar. Bis 1996 war er Bosnien-Beauftragter der Bundesregierung. Dort war er mit der Koordination des Wiederaufbaus, der Verwaltung und Infrastruktur der kriegszerstörten Stadt beauftragt. Als Berater der Europäischen Kommission für den Aufbau eines Europäischen Freiwilligendienstes der jungen Generation war er von Oktober 1996 bis September 1998 tätig.

Koschnick war bis Ende 2005 außenpolitisch für Bundespolitik aktiv

Auch nach Beendigung seines Engagements in Bosnien setzte sich Koschnick bis Dezember 2001 in als außenpolitischer Berater oder Beauftragter weiterhin für die kriegsgeschädigten Menschen in Bosnien ein. Zudem war Koschnick bis Ende 2005 Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe im Bundestag und Präsident des Deutschen Polen-Instituts.

Otto Schily; „ Koschnick hat seinen Platz in der Geschichte Europas“

 Nach Angaben der Bremer Senatskanzlei engagierte sich Koschnick außerdem maßgeblich für die Aussöhnung zwischen Israel und Deutschland. "Durch seinen Einsatz als EU-Administrator in der bosnischen Stadt Mostar hat Koschnick seinen Platz in der Geschichte Europas", soll der damalige Innenminister Otto Schily über ihn gesagt haben. Koschnick lebte zuletzt zurückgezogen mit seiner Frau in Bremen.

Umfrage In Niedersachsen gibt es keine generelle Quarantänepflicht mehr.

War es richtig, die generelle Quarantänepflicht aufzuheben?

5660 abgegebene Stimmen
Folge nord24 via Messenger
Folge den Pinguins via Messenger
Folge uns auf Facebook
Besuche uns auf Facebook
Abonniere uns auf Instagram
nord24 auf Instagram