In dem Fass wurden Plastik und Glühbirnen verbrannt.

In dem Fass wurden Plastik und Glühbirnen verbrannt.

Foto: Wasserschutzpolizei

Bremen
Bremerhaven

Wasserschutzpolizei deckt Umweltsünden von Schiffen in Bremerhaven auf

Von nord24
14. November 2018 // 10:30

Die Wasserschutzpolizei hat in Bremen und Bremerhaven einen Monat lang verstärkte Kontrollen auf Schiffen durchgeführt. Dabei sind auf den internationalen Frachtschiffen zahlreiche Verstöße gegen den Umweltschutz festgestellt worden.

Weltweite Aktion

Im Zeitraum vom 1. bis zum 31. Oktober lief die Aktion "30 days at sea", die durch Interpol koordiniert und weltweit durchgeführt wurde. Insgesamt waren 276 Behörden aus 58 Ländern beteiligt. Vor diesem Hintergrund sind im Aktionszeitraum in Bremen und Bremerhaven insgesamt 29 Schiffe hinsichtlich möglicher Umweltverstöße kontrolliert worden, 14 davon in Bremerhaven.

Unterschiedliche Verstöße

Die Verschmutzung der Meeresumwelt stellt nach wie vor auf See wie in Flüssen und Häfen ein großes Problem dar. An Bord der internationalen Frachtschiffe wurden Verstöße gegen unterschiedliche Umweltvorschriften festgestellt und Ermittlungsverfahren eingeleitet. Insgesamt wurden "Sicherheitsleistungen" in Höhe von rund 15.200 Euro eingezogen.

Glühlampen in Ölfass verbrannt

Die Besatzung eines 142 Meter langen Frachtschiffes hatte die an Bord angefallenen Abfälle nicht wie vorgeschrieben gelagert und entsorgt. Stattdessen wurde der Müll, wie Plastik und Glühlampen, an Bord in einem alten Ölfass verbrannt. Gegen den 51-jährigen Kapitän ist eine Strafanzeige wegen dem unerlaubten Umgang mit Abfällen gefertigt worden. Das unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Schiff durfte Bremen erst wieder verlassen, nachdem der gesamte Müll fachmännisch entsorgt wurde.

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