Eine Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hält eine Blutspende in der Hand

Den Blutspendediensten im Norden fehlt der Nachwuchs. Die Entwicklung der Spendenbereitschaft sei im vergangenen Quartal erschreckend gewesen, sagt ein DRK-Sprecher.

Foto: Brandt/dpa

Bremen

Blutreserven in Bremen und Niedersachsen sind knapp geworden

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Von nord24
20. Januar 2023 // 11:45

Die Blutreserven des Deutschen Roten Kreuzes in Bremen und Niedersachsen sind knapp. Operationen müssen jedoch bislang nicht verschoben werden.

Kliniken eingeschränkt versorgt

Der Bestand an Blutreserven in Niedersachsen und Bremen ist stark zurückgegangen. "Aktuell liegen wir bei 7.000 Blutkonserven und können unsere Kliniken bei einigen Blutgruppen nur eingeschränkt versorgen", sagte ein Sprecher des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Mindestbestand erforderlich

Zur Sicherung der Versorgung für alle Blutgruppen sei ein Mindestbestand von 10.000 Blutkonserven erforderlich, der optimale Bestand liege bei 16.000 bis 18.000 Präparaten. Im Januar sei der Blutbedarf erfahrungsgemäß sehr hoch, da in den Kliniken die in den Feiertagen ausgesetzten Therapien nachgeholt werden würden.

Puffer für erhöhten Bedarf fehlt

Wie im vergangenen Jahr fehle aber der Puffer für einen erhöhten Blutbedarf. "Im Dezember lag der tägliche Bedarf in unserem Versorgungsgebiet bei über 1900 Blutkonserven, im Januar liegt er bereits bei über 2100 Präparaten", sagte der Sprecher. In beiden Monaten konnte bisher der Bedarf nicht gedeckt werden.

„Alarmierende Entwicklung“

"Die Entwicklung der Spendenbereitschaft im vierten Quartal 2022 ist alarmierend gewesen", betonte der Sprecher. In Einzelfällen sei es dazu gekommen, dass Ärztinnen und Ärzte direkt beim DRK-Blutspendedienst anrufen mussten, um die Lieferung dringend benötigter Blutprodukte zu erwirken. (dpa)

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