Viele RE-Züge zwischen Bremerhaven und Bremen dürften am Mittwoch und Donnerstag ausfallen.

Viele RE-Züge zwischen Bremerhaven und Bremen dürften am Mittwoch und Donnerstag ausfallen.

Foto: Patrick Pleul/dpa

Bremerhaven

Lokführerstreik trifft auch die Region Bremerhaven

10. August 2021 // 15:11

Am Mittwoch und Donnerstag dürfte es zu massiven Einschränkungen im Eisenbahnverkehr auf der Strecke zwischen Bremerhaven und Bremen kommen. Grund dafür ist der von der Lokführergewerkschaft GDL ausgerufene Streik bei der Deutschen Bahn.

Am frühen Mittwochmorgen beginnt der Streik

Welche Züge genau ausfallen, ist unklar. Die GDL hat lediglich angekündigt, den Personenverkehr von Mittwoch, 2 Uhr, bis Freitag, 2 Uhr, lahmzulegen. Güterzüge sollen bereits am Dienstagabend zum Stehen kommen.

Die meisten RE-Züge nach Bremen dürften wohl ausfallen

Was heißt das für Pendler aus Bremerhaven und dem Cuxland? Es ist davon auszugehen, dass die meisten RE-Züge zwischen Bremerhaven und Bremen ausfallen werden. Auch weiter in Richtung Hannover (Linie RE8) und Osnabrück (RE9) dürften kaum Züge rollen. Die Ausfälle erschweren auch die Anreise zu den Maritimen Tagen in Bremerhaven

Nordwestbahn kann fahren - aber es gibt eine Einschränkung

Nicht vom Streik betroffen ist die Nordwestbahn auf dem Liniennetz der Regio-S-Bahn. Die Elektrotriebwagen auf der RS2 zwischen Bremerhaven, Bremen und Twistringen können theoretisch nach Plan fahren. Aber Vorsicht: Sicher ist das nicht. „Grundsätzlich sind wir vom GDL-Streik bei der Deutschen Bahn nicht betroffen, weil wir einen eigenen Tarifvertrag haben. Aber wenn Stellwerke außer Betrieb genommen werden, weil Fahrdienstleiter streiken, können auch wir nicht fahren“, sagt Steffen Högemann, Pressesprecher der Nordwestbahn (NWB). „Ob das tatsächlich so kommt, wird im Vorfeld nicht angekündigt. So wissen wir auch erst am Mittwochmorgen, mit was wir zu rechnen haben.“

Auch die EVB ist auf Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn angewiesen

Ähnlich ist die Lage auf der Strecke von Bremerhaven nach Cuxhaven. Die EVB-Mitarbeiter, die hier mit ihren Triebwagen unterwegs sind, streiken nicht. Die Schienentrasse allerdings gehört zur Deutschen Bahn. Hier gilt das Gleiche wie bei der Nordwestbahn: Werden die Stellwerke bestreikt, bleiben die Signale für alle auf Rot. Immerhin: Auf dem EVB-eigenen Abschnitt zwischen Bremerhaven und Buxtehude dürften die Züge nach Fahrplan unterwegs sein. Problem hier: Zwischen Wulsdorf und Geestenseth ist die Strecke wegen Bauarbeiten ohnehin seit dem 31. Juli gesperrt. Hier gibt es einen Schienenersatzverkehr.

NWB kann keine längeren Züge anbieten

Sollte derweil die Nordwestbahn zwischen Bremerhaven und Bremen trotz des Streiks fahren können, müssen sich Fahrgäste auf vollere Züge als üblich und Verspätungen einstellen. Das betrifft dann auch die An- und Abreise zu den Maritimen Tagen. Längere Züge oder zusätzliche Fahrten kann die NWB laut Pressesprecher Högemann nicht anbieten.

Immer informiert via Messenger
Das Derby zwischen Werder und dem HSV ist als Hochrisikospiel eingestuft. Richtig so?
173 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger