Schluss am 1. April: 117 Kollegen verlassen die Lloyd Werft. Sie nehmen die Abfindungen in Anspruch und lösen ihren Arbeitsvertrag auf. Kündigungen sind nun nicht mehr nötig.

117 Kollegen verlassen die Lloyd Werft. Sie nehmen die Abfindungen in Anspruch und lösen ihren Arbeitsvertrag auf. Kündigungen sind nun nicht mehr nötig.

Foto: Scheer

Bremerhaven
Schiffe & Häfen

117 Lloyd-Werker verlassen die Werft mit einer Abfindung

Von Klaus Mündelein
23. März 2017 // 19:00

117 Lloyd-Werker haben das Angebot der Werft angenommen, ihren Arbeitsvertrag gegen Zahlung einer Ablösung aufzuheben. Betriebsbedingte Kündigungen sind deshalb nicht mehr nötig. Sie waren für den Fall geplant, dass nicht genügend Mitarbeiter freiwillig die in Schwierigkeiten steckenden Lloyd Werft verlassen wollten. Dann hätte auch der Betriebsrat im Rahmen einer Sozialauswahl Kollegen sagen müssen, dass sie zu gehen haben.

Keine Kündigung von Lloyd-Werkern

Betriebsratsvorsitzender Daniel Müller ist froh, dass ihm diese Aufgabe erspart bleibt. Er ist zufrieden mit dem Ergebnis, trotz allen Frustes wegen der Schrumpfkur für die Werft. Die wird künftig nur noch mit 260 Kollegen weiterarbeiten. Die für die Abfindungen bereit gestellten 12 Millionen Euro wurden voll in Anspruch genommen.

Betriebsratschef geht auch von Bord

Müller selbst verlässt ebenfalls die Werft, obwohl er als Betriebsratsvorsitzender nicht gekündigt werden kann. Die Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Er will mit der Abfindungen einen Neustart wagen. Die 117 Kollegen, die die Werft verlassen, wechseln zum 1. April in eine Transfergesellschaft. Laut Müller gibt es schon viele Anfragen von anderen Firmen, die Facharbeiter suchen.

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