Vor der griechischen Küste hat Angela Hellwig auch schon mal das Steuer des Rettungskreuzers "Minden" übernommen.

Vor der griechischen Küste hat Angela Hellwig auch schon mal das Steuer des Rettungskreuzers "Minden" übernommen.

Foto: privat

Bremerhaven

14 Tage als Retter in der Ägäis

Von Susanne Schwan
20. Mai 2016 // 22:00

Angela Hellwig ist Krankenschwester und seetüchtig. Darum war sie im April für zwei Wochen auf einem humanitären Hilfseinsatz im Mittelmeer. An Bord des Seenotrettungskreuzers "Minden" hat die 32-Jährige zwischen der griechischen Insel Lesbos und der türkischen Küste  nach Flüchtlingen in Seenot Ausschau gehalten. Doch die zuvor trainierten Bergungsmanöver hat sie gar nicht erleben müssen. 

Team musste kein Flüchtlingsboot bergen

Auf alles war sie vorbereitet, als sie am 17. April auf Lesbos an Bord ging. "Ich weiß, wie man intubiert, beatmet, reanimiert. Aber in meiner Zeit dort unten ist uns kein Schlauchboot mit Flüchtlingen begegnet, das unsere Hilfe brauchte." Darüber ist die Bremerhavenerin sehr erleichtert. "Beklemmend war der Einsatz trotzdem", sagt sie.

DGzRS organisiert den Einsatz auf der "Minden"

Die Aktion ist von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) organisiert worden. Auch der Vormann des Standorts Bremerhavens, Ulrich Fader, war mit an Bord.  Doch der Einsatz ist nur ein Teil des großen Projektes Retter helfen Rettern der internationalen Organisation Maritime Rescue Federation (IMRF). Die ist von den griechischen Rettungsorganisationen und der Küstenwache um Unterstützung gebeten worden.

Zweiter Hilfseinsatz ist gestoppt worden

Geplant war noch ein zweiter Zwei-Wochen-Einsatz jetzt Ende Mai. "Die IMRF hat das Projekt aber gestoppt, weil durch das EU-Abkommen mit der Türkei kaum noch Flüchtlinge übers Meer nach Griechenland wollen."

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