Das Containerschiff "Liverpool Express" hat Seltenheitswert: Es ist in Deutschland registriert. Die meisten Schiffe deutscher Reeder fahren unter ausländischer Flagge, um Kosten zu sparen. Um die Flagge zu wechseln, müssen die Schifffahrtsunternehmen eine Abgabe zahlen, die der Ausbildung deutscher Fachkräfte zugutekommen soll.

Das Containerschiff "Liverpool Express" hat Seltenheitswert: Es ist in Deutschland (Hamburg) registriert. Die meisten Schiffe deutscher Reeder fahren unter ausländischer Flagge, um Kosten zu sparen. Um die Flagge zu wechseln, müssen die Schifffahrtsunternehmen eine Abgabe zahlen, die der Ausbildung deutscher Fachkräfte zugutekommen soll.

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Bremerhaven

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Von nord24
26. Januar 2016 // 14:11

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Bis zu 16.169 Euro pro Jahr bezahlen deutsche Reeder dafür, wenn sie ihr Schiff nicht mehr unter der deutschen, sondern unter einer anderen Flagge betreiben wollen. Das Fahren unter fremder Flagge ist mittlerweile Alltag: Von 3500 Seefrachtschiffen tragen laut Gewerkschaft weniger als 200 Schwarz-Rot-Gold am Flaggenmast.

Abgabe soll Ausbildung an Bord fördern

Der Ablösebetrag fürs Ausflaggen, der nach Größe des betreffenden Schiffes gestaffelt ist (von 2000 bis eben 16.169 Euro pro genehmigtem Jahr), fließt an die Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland. Diese finanziert mit dem Geld nach eigener Aussage die Ausbildung von Schiffsmechanikern, Technischen Offiziersassistenten und Nautischen Offiziersassistenten an Bord. Mit den Lohnzuschüssen sollen Absolventen der Seefahrtschulen Praxis auf der Brücke sammeln und ihr Patent ausfahren können.

Harte Kritik am Ausflaggen

Mit der Registrierung etwa in Liberia, der Karibik oder einem anderen EU-Staat sparen die Reeder Sozialabgaben - das soll ihnen im harten internationalen Wettbewerb helfen. Die Gewerkschaften und einige Politiker kritisieren das heftig. Denn unter dieser Praxis leidet hierzulande die Ausbildung des technischen und nautischen Nachwuchses. An Bord von Schiffen deutscher Reeder, die im Ausland registriert sind, arbeiten in der Regel ausländische Fachkräfte. Mehr über Schiffe und Häfen finden Sie hier.

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