Eine Toilettenschüssel als Symbol: Bernd Winkelmann von der Gewerkschaft GEW (links) und Thorben Cordes, Lehrer an der Oberschule Carl von Ossietzky (rechts), haben die Uralt-Toilette als Zeichen für den Sanierungsstau an den Schulen zur Schrott-Aktion mitgebracht.

Eine Toilettenschüssel als Symbol: Bernd Winkelmann von der Gewerkschaft GEW (links) und Thorben Cordes, Lehrer an der Oberschule Carl von Ossietzky (rechts), haben die Uralt-Toilette als Zeichen für den Sanierungsstau an den Schulen zur Schrott-Aktion mitgebracht.

Foto: Hartmann

Bremerhaven

20 Bremerhavener Lehrer laden bei Schulstadtrat ihren Schrott ab

Von Tobia Fischer
1. Juni 2018 // 07:00

Lehrermangel, Stundenausfall,  Sanierungsstau und ein Wust an Bürokratie – die Kritik, die die Lehrer am Bildungssystem haben, ist massiv. „Wir erleben die absolute Überlastung“, sagt Stephanie Krämer von der Fritz-Reuter-Schule in Bremerhaven. Am Donnerstag nutzte sie mit rund 20 weiteren Lehrern die Chance, all ihren Ballast bei Schulstadtrat Michael Frost (parteilos) abzuladen – und zwar wortwörtlich.

Eine uralte Toilettenschüssel überreicht

Die Pädagogen packten ihren gesammelten  „Schrott“ ein und überreichten ihn gemeinsam mit rund 120 Kindern Michael Frost (parteilos). Mit dabei war ein uralte Toilettenschüssel und ein Drahtseil für den täglichen Balanceakt.

Sprechgesang: Flott, flott in den Schrott

„Das Drahtseil soll verdeutlichen, wie gefährlich und dramatisch so mancher Tag in der Schule abläuft, wie schwierig es für Lehrer geworden ist, die Balance zwischen all den Anforderungen hinzubekommen“, sagte Bernd Winkelmann, Vorsitzender der Gewerkschaft GEW. „Flott, flott in den Schrott“, riefen die rund 140 Lehrer und Kinder dazu im Sprechgesang. Insgesamt wurden sieben Schrott-Artikel überreicht, auch eine Toilettenschüssel als Symbol für den Sanierungsstau an den Schulen.

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