Dieses Luftbild zeigt die Küste der seenreichen Permafrostlandschaft der Baldwin Halbinsel.

Dieses Luftbild zeigt die Küste der seenreichen Permafrostlandschaft der Baldwin Halbinsel.

Foto: Nitze/Alfred-Wegener-Institut

Bremerhaven

AWI-Wissenschaftler beobachten erschreckende Arktis-Erwärmung

Autor
Von nord24
5. Dezember 2020 // 16:50

Dass der Permafrostboden der Arktis in hohem Ausmaß taut, haben Forscher des Alfred-Wegener-Instituts bei Auswertungen von Satellitenbildern entdeckt.

Kaum eine Region der Erde erwärmt sich im Zuge des Klimawandels so schnell wie die Arktis. Das wird unter anderem daran sichtbar, dass die arktische Meereisfläche im Sommer immer kleiner wird. Außerdem tauen die Permafrostgebiete, die seit der letzten Eiszeit vor rund 20000 Jahren permanent bis zu mehrere Hundert Meter tief gefroren sind, seit einigen Jahren immer stärker auf.

Viele Seen sind ausgelaufen

Ein besonders extremes Ereignis haben Wissenschaftler des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in der Saison 2017 und 2018 beobachtet: Innerhalb eines Jahres liefen so viele Seen aus wie nie zuvor – rund 190 Stück. „Das Ausmaß hat uns erschreckt“, sagt der Awi-Geograf Ingmar Nitze. „Der Winter 2017/2018 war sehr feucht und warm. Es herrschten Bedingungen, die unsere Klimarechenmodelle für das Ende dieses Jahrhunderts als Normalzustand vorhersagen. Das Schmelzen wird dann katastrophale Ausmaße erreicht haben.“

Welche Auswirkungen die Erwärmung unter anderem haben kann, lest Ihr am Sonntag, 6. Dezember 2020, im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.


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