BU: Zwei Seenotrettungskreuzer und eine Barkasse der Bundesmarine machten längsseits an dem brennenden Fischtrawler fest, um Löschwasser in den Rumpf pumpen zu können.

BU: Das brennende Schiff am Haken des Bremerhavener Schleppers „Tegeler Plate“.

BU: Elf Schiffbrüchige klettern von Bord des Rettungskreuzers„H.H. Meier“ an Land.

BU: Während ein Zerstörer der Bundesmarine (links) seine Schläuche auf die „Vest Recklinghausen“ gegeben hat, pumpt auch die Marinebarkasse Wasser in den brennende

Zwei Seenotrettungskreuzer und eine Barkasse der Bundesmarine machten längsseits an dem brennenden Fischtrawler fest, um Löschwasser in den Rumpf pumpen zu können.

Foto: Archiv

Bremerhaven

Acht starben, weil Kochsmaat nicht zur See fahren wollte

21. August 2020 // 16:04

Vor 50 Jahren geriet der Bremerhavener Heckfänger „Vest Recklinghausen“ auf der Weser in Seenot. An Bord starben acht Seeleute. Es war Brandstiftung.

Kurs Island

Was war passiert am 22. August 1970? Die „Vest Recklinghausen“ (984 Bruttoregistertonnen) war gegen 12 Uhr in Bremerhaven zur Fangreise nach Island ausgelaufen.

Pappkarton angezündet

Kurzfristig neu angeheuert hatte ein 18-jähriger Kochsmaat. Allerdings auf Druck seines Vaters. Das wurde der Besatzung und dem Schiff zum Verhängnis.

Weil er nicht zur See fahren, sondern lieber zu seiner Freundin zurück wollte, zündete der 18-Jährige in einem unbeobachteten Moment in der unbesetzten Mannschaftsmesse einen Pappkarton an.

Neun Eingeschlossene

Das Feuer breitete sich in Windeseile aus. Um 14.15 Uhr setzte der Funker die Meldung ab, dass das Schiff bei Tonne 3 liege, an Bord Feuer ausgebrochen sei. 25 Minuten später war das erste Schiff beim Havaristen. Eine dramatische Rettungsaktion für insgesamt neun unter Deck eingeschlossene Seemänner begann.

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