Das Insektenhitel versinkt förmlich im mannshohen Gewucher des Agenda-Hains am Neuenmoorweg. Die Leherheider wünschen sich behutsame Pflege und einen Pfad. Foto Scheschonka

Das Insektenhitel versinkt förmlich im mannshohen Gewucher des Agenda-Hains am Neuenmoorweg. Die Leherheider wünschen sich behutsame Pflege und einen Pfad. Foto Scheschonka

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Agenda-Wald ist völlig verwahrlost

Von Susanne Schwan
5. Juli 2016 // 08:00

Biotop hin, Naturschutz her: Was als Agenda-Wald 2001 angelegt worden ist, hat sich zum undurchdringlichen Gestrüpp entwickelt. Das beklagen viele Leherheider und wünschen sich eine behutsam eingreifende Hand. Denn der Bürger-Hain hinter dem Neuenmoorweg ist als grünes Juwel für Bürger kaum noch zugänglich.

Wald statt einstiger Pferdeweiden

1,4 Hektar groß ist das dreieckige Areal zwischen SFL-Sportplatz und Neuenmoorweg, das der Stadt gehört. Die hat aus den einstigen Pferdekoppeln 2001 ein Agenda-Klimaschutz-Projekt gemacht. Bürger konnten bis 2005 heimische Laubbäume pflanzen. 75 Schwarzerlen, Silberweiden und Hainbuchen durften dort seither ungestört wachsen.

Gartenbauamt mäht Wildwiese zwei Mal jährlich

Das Umweltschutzamt hat das Gartenbauamt beauftragt, zwei Mal im Jahr die Wildwiese zu mähen, nach der Brut- und Setzzeit. Danach wuchert alles schnell wieder mannshoch. Weder die Schautafeln mit Erklärungen zur Natur, noch Ausruh-Bänke oder das Insektenhotel sind mehr sichtbar.

Leherheider wünschen sich offenen Trampelpfad

"Es soll Biotop bleiben", betont SPD-Ortsvereinsvorsitzender Holger Welt. "Aber das Areal muss doch noch erlebbar für Familien sein", ergänzt Helga Dibke von der ehrenamtlichen Leherheider Steuerungsgruppe. Was sich alle wünschen: Eine Art Trampelpfad mittendurch, der das Jahr hindurch freigehalten wird. Darum will Malte Wördemann vom Umweltamt das nun mit den Behörden absprechen.    

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