Verletzte Ehre oder Liebeskummer - Stalker schaffen es nicht, von ihrem Opfer los zu kommen und bombardieren sie mit Nachrichten und Anrufen. Bis hin zu körperlichen Angriffen.

Stalker bedrohen ihrer Opfer auf zermürbende Art und Weise. Betroffene sollten sich so früh wie möglich an Polizei und Beratungsstellen wenden.

Foto: Büttner

Bremerhaven

Aktueller Fall: Wenn der Stalker sogar die Tür eintritt

Von nord24
14. Januar 2017 // 11:00

Mitten in der Nacht steht der Ex-Freund von Sahra Thiemann* plötzlich vor ihrem Bett. Obwohl sie schon seit über einem Jahr auf keinen Kontakt mehr reagiert, stellt er ihr nach. Er spricht ihr Morddrohungen und Liebeserklärungen auf die Mailbox. Die Bremerhavenerin hat Angst und kann in ihrer Wohnung nicht mehr ruhig schlafen. 

Stalker hat achtmal die Tür eingetreten

Der Stalker hat Thiemann bereits achtmal die Tür eingetreten, mehrfach die Reifen aufgeschlitzt und dafür gesorgt, dass sie zwei Jobs verloren hat. Die Bremerhavenerin hat zwar eine Einstweilige Verfügung gegen ihn, doch das hält ihren hartnäckigen Verfolger nicht davon ab, täglich anzurufen und sie zu belästigen. Die Polizei schickt ihn dann zwar regelmäßig weg, aber das ist nur eine kurzfristige Hilfe. Die Anzeigen gegen ihn häufen sich.

Verein Weisser Ring berät Stalkingopfer

Der Weisse Ring berät Opfer von Straftaten wie zum Beispiel Stalking und häusliche Gewalt. Unter der Nummer 0471/30946000 können sich Betroffene melden. Der Verein bietet Hilfe in den verschiedenen Situationen an. Er sorgt für eine therapeutische Betreuung, falls sie notwendig ist, kann Anwälte vermitteln und im Falle von finanzieller Not, Kosten übernehmen. Im Gerichtsgebäude bietet der Verein ein Opferbetreuungszimmer an, damit die Betroffenen vor der Anhörung im Wartebereich nicht neben ihrem Verfolger sitzen müssen. *(Name ist der Redaktion bekannt und wurde geändert)

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