Wo ein Nachtbummel in den 70er und 80er Jahren begann und meist auch endete: Das „Wally“ in der „Alten Bürger“.

Wo ein Nachtbummel in den 70er und 80er Jahren begann und meist auch endete: Das „Wally“ in der „Alten Bürger“.

Foto: Sandelmann/NZ-Archiv

Bremerhaven

"Alte Bürger": Filmregisseur ist dem Mythos "Wally" auf der Spur

Von nord24
30. August 2017 // 08:00

Ein Bremerhavener Mythos kommt zu Filmehren. Unter dem Arbeitstitel „Wilde Nächte 89“ spürt der Regisseur Jan Schmitt der Mutter aller Szenekneipen nach, dem 1989 unter turbulenten Umständen geschlossenen „Wally“. Genauer gesagt: Dem Lebensgefühl von damals.

Nach der Schließung brach ein Proteststurm los

Als die Kneipe im Januar 1989 geschlossen wurde, brach in der "Alten Bürger" ein wahrer Proteststurm los. Über 1000 Jugendlichen zogen mit Fackeln um die Häuser und skandierten "Ohne 'Wally' gibt’s Krawalli". Es kam zu Plünderungen, Steine und Bierflaschen flogen gegen Polizeibeamte.

1000 Demonstranten gegen die Polizei

Und irgendwann standen sich rund 1000 Protestler und Uniformierte vor der zugemauerten Eingangstür Auge in Auge gegenüber. "Die Väter ihren Kindern", wie Schmitt es ausdrückt, und genau dieser Moment soll zum Dreh- und Angelpunkt seines Films werden.

Pflichttermin für alle, die im "Wally" dabei waren

Am Mittwoch, 30. August, stellt er das Projekt um 20 Uhr in der Quartiersmeisterei in der "Alten Bürger" vor. Pflichttermin für alle, die damals dabei waren.

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