Schön sehen Makroalgen nicht aus. Doch sie könnten zu einem wichtigen Rohstoff für Verpackungen werden.

Schön sehen Makroalgen nicht aus. Doch sie könnten zu einem wichtigen Rohstoff für Verpackungen werden.

Foto: Nordsee AG

Bremerhaven

Aus Algen werden Lebensmittelkartons

Von Christoph Bohn
8. Dezember 2018 // 13:30

In der Restaurantkette Nordsee könnte es bald Verpackungen aus Algen geben. Mak-Pak nennt sich das wissenschaftliche Projekt zusammen mit dem Alfred-Wegener-Institut und der Hochschule Bremerhaven. Letztere übernimmt die Leitung und Koordination für das auf zwei angelegte Projekt. Ziel ist es, eine nachhaltige Verpackungslösung aus Makroalgen für den Lebensmittelhandel zu entwickeln. „Bei Mak-Pak geht es darum, die Algen, die zuhauf angespült werden, sinnvoll zu nutzen – nämlich als Verpackung, die sogar mitgegessen werden könnte“, erläuterte Prof. Dr. Frederike Reimhold, Professorin für Lebensmitteltechnologie tierischer Erzeugnisse an der Hochschule Bremerhaven.

Nordsee will Verpackung aus Algen in Filialen testen

Zustande gekommen sei das Projekt über die Wirtschaftsförderung BIS. Das Verpackungsdesign wird von der Firma Nordsee konzipiert und nach der technischen Entwicklung in deren Filialen getestet. Alfred-Wegener-Institut und die Hochschule Bremerhaven sollen die passenden Rohstoffe identifizieren, produzieren und die technische Entwicklung des Verpackungskonzepts vornehmen.

Projekt läuft bis Februar 2020

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms der Innovationsförderung. Der voraussichtliche Abschluss ist Februar 2020.

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