Ausgrabung in Schiffdorferdamm

Ein Körpergrab aus dem 4. Jahrhundert nach Christus hat Dr. Dieter Bischop in Schiffdorferdamm entdeckt. Unser Foto zeigt den Wissenschaftler beim Bergen der Perlen. Zu sehen ist auf dem Bild auch das Beigabengefäß aus Ton.

Foto: Landesarchäologie Bremen

Bremerhaven

Ausgrabung: Schmuck für die letzte Reise entdeckt

Von Jürgen Rabbel
17. Mai 2016 // 17:07

Ein Körpergrab aus dem 4. Jahrhundert nach Christus  ist bei einer Ausgrabung  in einem Neubaugebiet in Schiffdorferdamm entdeckt worden. Den Überresten einer 2000 Jahre alten Siedlung sind dort Archäologen bereits seit Juli 2015 auf der Spur.

Für Bergung im Block fehlt bei Ausgrabung die Zeit

Einen vergleichbaren Fund habe es im Land Bremen zuletzt bei Ausgrabungen in Bremen-Mahndorf zwischen 1936 und 1939 gegeben, berichtet Dr. Dieter Bischop, der bei der Landesarchäologie Bremen für die Seestadt zuständig ist. „Leider hatten wir nicht genug Zeit, um das Körpergrab im Block zu bergen“, bedauert Bischop.

Doppelreihige Perlenkette gefunden

Ihre Reise ins Jenseits trat die etwa 1,55 Meter große Frau auf alle Fälle nicht in ihrer Alltagskleidung an. „Sie trug eine doppelreihige Kette“, so Bischop, „und dürfte im Dorf sicherlich recht angesehen gewesen sein.“ Neben den mehr als 80 gelben, roten, blauen und grünen gläsernen Perlen entdeckte Bischop auch noch zwei Scheibenfibeln, mit denen die Bekleidung an den Schultern befestigt wurde, sowie eine Gürtelschnalle.

Chauken siedelten in Schiffdorferdamm

Ursprünglich bewohnt war die Siedlung in Schiffdorferdamm bis ins 3. Jahrhundert von den Chauken. Danach wanderte der germanische Stamm ab, oder er schloss sich den Altsachsen an – freiwillig oder nach einer kriegerischen Auseinandersetzung.  

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