Lutz Hölscher misstraut den Männerbildern der Vergangenheit. Seine Helden blicken eher ängstlich in die Welt.

Lutz Hölscher misstraut den Männerbildern der Vergangenheit. Seine Helden blicken eher ängstlich in die Welt.

Foto: Lothar Scheschonka

Bremerhaven
Ausstellung

Ausstellung Galerie 149: Gebrochene Helden auf See

8. September 2020 // 12:30

Wie ein Draufgänger sieht Lutz Hölscher nicht aus. Die Kapitäne auf seinen Bildern in der Galerie 149 in der „Bürger“ in Bremerhaven wirken ebenfalls nicht wie strahlende Helden. Die Ausstellung „seemannslieder. dunkel. eher“ geht noch bis zum 23. September.

Trauriger Junge

Da ist zum Beispiel der traurig dreinblickende Junge, fast ein Kind noch, der neben einem düsteren Seestück Stellung bezogen hat. Das unruhige Meer kündet von Gefahr, am Himmel ziehen dunkle Wolken auf. Doch es ist ein von Menschen gemachtes Unwetter. Eine Flotte von Kriegsschiffen nimmt fast zwei Drittel des Bildes ein. Männlichkeit bekommt bei Lutz Hölscher etwas Toxisches, die unschuldigen Heranwachsenden sind die ersten Opfer.

Männerbild ist sein Thema

„Ich setze mich seit einiger Zeit mit Männerbildern auseinander“, verrät Hölscher, der an der Fachhochschule Ottersberg Kunstpädagogik und -therapie und später an der Universität Bremen Kunstpädagogik und Geschichte studierte.

Mittwochs bis freitags zu sehen

Die Schau „seemannslieder. dunkel. eher“ ist mittwochs bis freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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