„Vorsicht! Hund“ steht an einem Gartenzaun. Der Halter ist trotzdem verantwortlich für sein Tier.

„Vorsicht! Hund“ steht an einem Gartenzaun. Der Halter ist trotzdem verantwortlich für sein Tier.

Foto: Colourbox

Bremerhaven

Biss in den Po: Kann ein Jogger was dafür?

28. Januar 2021 // 15:13

Nachdem ein Jogger am Montag im Bürgerpark Bremerhaven in den Po gebissen wurde, wurde viel disutiert: Trifft den Jogger eine Mitschuld?

Was tun als Besitzer?

Viele Kommentare unter dem Beitrag von nord24 gingen in diese Richtung. Denn der Hund war ja an der Leine gehalten worden. „Man rennt auch nicht so dicht an einem fremden Hund vorbei. Was soll die Frau machen, sich mit dem Hund in die Lüfte erheben?“, lautete etwa einer dieser Kommentare.

Tierhalterhaftung

Als Besitzer des Hundes kann man sich damit aber nicht rausreden, erläutert dazu Renke Havekost von der Kanzlei Dr. Schmel in Bremerhaven. Es gelte die sogenannte Tierhalterhaftung. Jemand der einfach nur jogge, mache per se erst einmal nichts falsch und erwarte auch nicht, dass seine Handlung zu derartigen Konsequenzen führe. Auch wenn man als Besitzer vielleicht in der Schnelle der Situation nichts tun könne, sei man für sein Tier verantwortlich.

Keine Provokation

Ausnahmen könne es nur dann geben, wenn jemand das Tier mit seiner Handlung bewusst provoziere. Derartige Urteile habe es beispielsweise schon gegeben, wenn Menschen in eine Rauferei zwischen zwei Hunden eingreifen. Theoretisch sei das auch möglich wenn jemand direkt auf den Hund zulaufe, vielleicht sogar um ihn zu erschrecken. „Aber wenn jemand normal vorbei läuft, kann das nicht greifen“, so Havekost.

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