Ameos will die Früh- und Neugeborenenstation weiterführen, fordert dafür allerdings Zuschüsse von den Kassen.

Ameos will die Früh- und Neugeborenenstation weiterführen, fordert dafür allerdings Zuschüsse von den Kassen.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Bremerhaven: Ameos will an Frühchenstation festhalten

Von Denise von der Ahé
14. September 2018 // 07:00

Ameos will die Frühchenstation in Bremerhaven weiter betreiben. Und das unabhängig vom Ausgang eines Gerichtsverfahrens, das der Klinikbetreiber mit dem Land Bremen führt.

Das kling schon mal anders

"Wir halten auf jeden Fall an der Neonatologie fest", sagte Ameos-Vorstand Michael Dieckmann am Rande des Verfahrens. In der Vergangenheit klang das schon mal anders. Da hatte Ameos die Rückgabe des Versorgungsauftrages nicht ausgeschlossen, sollte es keine finanzielle Hilfe geben.

Ameos fordert Zuschüsse

Ameos hatte vor dem Verwaltungsgericht gegen das Land Bremen als Genehmigungsbehörde geklagt. Ziel ist, dass die Kassen das jährliche Defizit der Neonatologie übernehmen. Laut Ameos sind das pro Jahr bis zu einer Million Euro. Die Richter wollen innerhalb der nächsten beiden Wochen ein Urteil fällen.

Diskussion um Neubau

Das hohe Defizit kommt laut Ameos zustande, weil sich die Frühchenstation in Reinkenheide befindet, die Kinderklinik jedoch im Bürgerpark. Dadurch müssten stets doppelte Bereitschaftsdienste vorgehalten werden. Unterdessen schlägt das Klinikum Reinkenheide einen Kinderklinik-Neubau auf dem Gelände des städtischen Krankenhauses vor. Unklar ist jedoch, wie die dafür geschätzten rund 30 Millionen Euro finanziert werden sollen.

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