Sorgen bei der Belegschaft: Die Zukunft der größten Windkraftanlage der Welt ist ungewiss. Es ist unklar, ob die starke Adwen-Turbine in Serie gebaut wird.

Die Zukunft der größten Windkraftanlage der Welt ist ungewiss. Es ist unklar, ob die starke Adwen-Turbine in Serie gebaut wird.

Foto: Scheer

Bremerhaven

Bremerhaven: Bei Adwen droht der Verlust von 140 Arbeitsplätzen

Von Klaus Mündelein
3. August 2017 // 08:00

Bei Turbinen-Hersteller Adwen geht in der Belegschaft die Angst um. Aus Mitarbeiterkreisen sickerte jetzt durch, dass Adwen angeblich 140 Stellen abbauen will. Trotz Nachfrage gab es von dem Unternehmen keine Bestätigung. Bis zum 1. April 2018 sollen die Stellen gestrichen werden. Je nach Lage könnten es auch mehr werden. Ungewissheit herrscht auch bei der Frage, ob die neue leistungsstarke Acht-Megawatt-Anlage in Serie gehen wird. Es wird befürchtet, dass - wenn überhaupt - die Anlagen nicht in Bremerhaven, sondern im französischen Le Havre produziert werden.

Aus für Powerblades

Die Windkraftbranche in Bremerhaven macht schwere Zeiten durch. Erst gerade wurde das Aus für Rotorblatthersteller Powerblades unter Dach und Fach gebracht. 230 Kollegen verlieren ihre Jobs. In einer Transfergesellschaft, so die Hoffnung, können sie sich für neue Aufgaben weiterbilden.

Adwen setzt auf Service-Betrieb

Die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Übernahme durch Siemens bei Adwen in Bremerhaven noch Anlagen produziert werden, ist gering. Zu nah ist der künftige Siemens-Betrieb in Cuxhaven. Bislang steht lediglich fest, dass Adwen hier eine Service- und Wartungsabteilung erhalten will. Unklar ist, wie viele Arbeitsplätze dafür gebraucht werden. Derzeit sind rund 530 Mitarbeiter bei Adwen in Bremerhaven fest angestellt.  

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