Elternsprecher Klaus Girlich hat die Eltern-Umfrage bewusst nicht an die Eltern der Schule am Ernst-Reuter-Platz weitergeleitet.

Elternsprecher Klaus Girlich hat die Eltern-Umfrage bewusst nicht an die Eltern der Schule am Ernst-Reuter-Platz weitergeleitet.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Bremerhaven: Elternsprecher der "Ernst" verweigert Eltern-Umfrage

Von Denise von der Ahé
23. November 2018 // 09:00

Bei seiner Eltern-Umfrage zum Schulsystem hat der Zentralelternbeirat (ZEB) nur von der Schule am Ernst-Reuter-Platz eine klare Absage bekommen. Elternsprecher Klaus Girlich sagt, warum er den Fragebogen erst gar nicht an die Eltern weitergeleitet hat.

"Eltern sollen selbst entscheiden"

Beim Zentralelternbeirat sorgt dieses Vorgehen für Unmut: „Die Eltern haben doch das Recht, das selbst zu entscheiden“, sagt die zweite ZEB-Vorsitzende Lydia Müller.

Elternsprecher: Eltern werden nicht gut genug informiert

Girlich sagt, er habe gemeinsam mit der Schulleitung entschieden, die Umfrage nicht an die Eltern der Schule weiterzugeben: „Der Sinn und Zweck war uns einfach nicht klar. Die Eltern-Umfrage ist Quatsch.“ Er wolle sich nicht so verstanden wissen, dass er die Eltern als unmündig ansehe. Die Eltern würden vielmehr von Lehrern und Schulamt nicht ausreichend über ihre Rechte informiert.

Umfrage: Eltern wünschen sich Noten zurück

Die Eltern-Umfrage hatte ergeben, dass jeweils gut die Hälfte der befragten Eltern sich ein Zurück zu Noten und Sitzenbleiben wünschen (52 Prozent) sowie die Inklusion in der jetzigen Form der Umsetzung abschaffen wollen (51 Prozent). An der Umfrage hatten laut ZEB gut zehn Prozent der Eltern teilgenommen.

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