Die Krankenhäuser stehen unter einem enormen Kostendruck.

Die Krankenhäuser stehen unter einem enormen Kostendruck.

Foto: Wolf/dpa

Bremerhaven

Bremerhaven: Kliniken in der Kostenfalle

Von Denise von der Ahé
21. September 2018 // 19:00

Acht Monate vor der Bürgerschaftswahl im Bundesland Bremen kämpfen die Kliniken in Bremerhaven um mehr Geld. „Die Finanzierung reicht hinten und vorne nicht“, sagt Ameos-Regionalgeschäftsführer Lars Timm.

Gesundheitsexperte: Politik zahlt bewusst zu wenig

Die Kliniken im Land Bremen bekommen pro Jahr rund 40 Millionen Euro vom Land. Schon lange sagen die Krankenhäuser jedoch, dass sie das Doppelte für notwendige Investitionen bräuchten. Auch der Gesundheitsexperte der Universität Bremen, Professor Karl-Heinz Wehkamp, betont: „Die Bundesländer kommen ihrer Verpflichtung, diese Investitionskosten zu übernehmen, bewusst nur zu 50 Prozent nach, weil sie die Krankenhäuser zu mehr Wirtschaftlichkeit zwingen und sie dem Wettbewerb aussetzen wollen.“

Kampf um lukrative Abteilungen

Ziel sei, „die schwachen und kleinen Krankenhäuser vom Markt zu vertreiben, ohne dass die Politik die Schuld hat“, betont Wehkamp. In seiner Studie kommt er zu dem Schluss: „Wichtig ist das Eingeständnis, dass der wirtschaftliche Druck auf die Krankenhäuser die Unabhängigkeit medizinischer Entscheidungen untergraben kann.“ Der wirtschaftliche Druck befördere den Kampf um lukrative Klinikabteilungen wie beispielsweise die Kardiologie.  

Diese Artikel könnten dich auch interessieren
Umfrage In Niedersachsen gibt es keine generelle Quarantänepflicht mehr.

War es richtig, die generelle Quarantänepflicht aufzuheben?

6832 abgegebene Stimmen
Folge nord24 via Messenger
Folge den Pinguins via Messenger
Folge uns auf Facebook
Besuche uns auf Facebook
Abonniere uns auf Instagram
nord24 auf Instagram