Im "Strohhalm", einer Einrichtung für nicht beschulbare Kinder wurde laut Rechnungsprüfungsamt korrekt gearbeitet. Für die Eltern der Krippen in Bremerhaven ist das ein Grund zur Hoffnung, denn sollte das Jugendamt wieder Kinder dem Strohhalm zuweisen, wäre die Finanzierung der Krippen gesichert.

Im "Strohhalm", einer Einrichtung für nicht beschulbare Kinder wurde laut Rechnungsprüfungsamt korrekt gearbeitet. Für die Eltern der Krippen in Bremerhaven ist das ein Grund zur Hoffnung, denn sollte das Jugendamt wieder Kinder dem Strohhalm zuweisen, wäre die Finanzierung der Krippen gesichert.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Bremerhaven: Krippeneltern haben Grund zur Hoffnung

Von Laura Bohlmann-Drammeh
9. August 2017 // 08:00

Die Eltern der Krippen "Die Seepferdchen", "Die Seeräuber" und "Die Sprotten" in Bremerhaven haben Grund zur Hoffnung, dass die Schließung ihrer Krippen vom Tisch ist. Denn das Rechnungsprüfungsamt der Stadt hat Betreiberin Marika Büsing (SPD) bescheinigt, dass sie im "Strohhalm" - mit dem sie die Krippen finanziert - korrekt gearbeitet hat. 

Finanzierung des "Strohhalms" in Gefahr

Die Schließung der Krippen in Bremerhaven steht im Raum, weil das Jugendamt dem "Strohhalm", einer von Büsing betriebenen Einrichtung für nicht beschulbare Kinder, keine Kinder mehr zugewiesen hat. Somit war die Finanzierung ins Wanken geraten und die Krippen ebenfalls in Gefahr. Dem vorausgegangen war eine von Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) im Dezember in Auftrag gegebene Sonderprüfung des "Strohhalms" durch das Rechnungsprüfungsamt.

Prüfungsbericht bescheinigt Büsing korrekte Arbeit

Ergebnis: Büsing hat korrekt gearbeitet, bei Abrechnung, Personalführung und Ausgaben keine Fehler gemacht. Das Jugendamt hingegen hat Verhandlungen platzen lassen, die Einrichtung auffällig oft geprüft und ohne Grund keine Kinder mehr zugewiesen.

SPD will mit Sozialdezernentin sprechen

SPD, CDU und FDP kündigten an, das Berichtsergebnis gründlich aufarbeiten zu wollen. "Wir werden das Gespräch mit Sozialdezernentin Claudia Schilling suchen, sobald sie genesen ist", sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Sönke Allers. Schilling konnte keine Stellung beziehen, weil sie erkrankt ist.

FDP: "Ohrfeige für das Amt"

Der Landesvorsitzende der FDP, Hauke Hilz, nannte das Berichtsergebnis "eine Ohrfeige für das Amt". Man müsse jetzt gründlich prüfen, warum keine Kinder zugewiesen und so oft geprüft wurde. Auch für die CDU ergaben sich Konsequenzen für das Jugendamt. Wie die aussehen könnten, bleibt abzuwarten.

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