Mit einer Kundgebung in Bremerhaven machen die Beschäftigten der Metall- und Elektro-Industrie Druck auf die nächste Runde der Tarifverhandlungen am Donnerstag.

Mit einer Kundgebung in Bremerhaven machen die Beschäftigten der Metall- und Elektro-Industrie Druck auf die nächste Runde der Tarifverhandlungen am Donnerstag.

Foto: Scheer

Bremerhaven

Bremerhaven: Metaller fordern mehr Lohn und drohen mit Streik

Von Susanne Schwan
24. Januar 2018 // 16:00

Mit Trillerpfeifen und Transparenten geben sie ihren Forderungen Nachdruck: Mehr als 200 Beschäftigte der Metall- und Elektro-Industrie haben am Mittwoch vor der Großen Kirche in Bremerhaven demonstriert. Im Tarifkonflikt fordern sie sechs Prozent mehr Lohn und eine 28-Stunden-Woche. Denn mit einem Brutto-Gehalt von 2500 Euro, sagen einige, kann eine Familie mit Kindern schlecht leben.

Beschäftigte kommen auch aus Cuxhaven zur Demo

"Es ist unverschämt, dass Arbeitgeber von uns immer mehr Arbeit, mehr Flexibilität und Wochenendarbeit verlangen", empört sich Doreen Arnold. Die 1. Bevollmächtigte der Gewerkschaft IG Metall Weser-Elbe ist zufrieden, dass sich mehr als 200 Beschäftigte aus sieben Unternehmen der Metall- und Windkraftbranche in Bremerhaven und Cuxhaven  zur Kundgebung in der Fußgängerzone formiert haben. Die Demonstration in Bremerhaven im Video:

"Zwei Prozent mehr Lohn sind unverschämt."

"Die Wirtschaftslage ist gut, die Auftragsbücher voll", argumentiert Arnold. "Daher ist es unverschämt, uns eine Lohnerhöhung von nur zwei Prozent und eine Einmal-Zahlung über 200 Euro anzubieten. Jedes Jahr steigen aber die Dividenden für Aktionäre."

Streikbereitschaft spitzt sich zu

Am Freitag entscheide die Gewerkschaft über die "nächste Eskalationsstufe". Wenn die Arbeitgeberseite in der vierten Runde der Tarifverhandlungen am Donnerstag nicht auf die Beschäftigten eingehen, "rufen wir zum 24-Stunden-Streik auf. Vorerst. Die Streikkassen sind voll."

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