Koordiniert im Ameos-Klinikum Mitte die Behandlung von Seeleuten und Kreuzfahrtpassagieren: Sekretärin Rita Gerenli mit Chefarzt Dr. Reinhold Schütz.

Koordiniert im Ameos-Klinikum Mitte die Behandlung von Seeleuten und Kreuzfahrtpassagieren: Sekretärin Rita Gerenli mit Chefarzt Dr. Reinhold Schütz.

Foto: Hartmann

Bremerhaven

Bremerhaven: So werden kranke Seeleute versorgt

Von Laura Bohlmann-Drammeh
4. September 2018 // 08:00

Die Bremerhavener Krankenhäuser sind gut auf die Versorgung von Patienten von Kreuzfahrt- und Containerschiffen eingestellt. Das sagt der hafenärztliche Dienst. Im Ameos-Klinikum Mitte koordiniert eine Sekretärin extra vorab die Behandlungen. 

"Logistische Herausforderung"

Denn die Zeit ist knapp: Drei bis vier Stunden Liegezeit haben die meisten Schiffe, in der jeder Arztbesuch erledigt sein muss - egal wie kompliziert die Behandlung. "Weil immer mehr größere Schiffe kommen, die immer weniger Liegezeit haben, ist das eine logistische Herausforderung", sagt Reinhold Schütz, Chefarzt im Ameos-Klinikum Mitte.

Überwiegend Crew-Mitglieder sind krank

Mehrmals die Woche müsste sich das Krankenhaus mittlerweile um Crew oder Passagiere von Kreuzfahrtschiffen kümmern. "Überwiegend kommen allerdings Crew-Mitglieder", so Schütz.

Seeleute werden bevorzugt behandelt

Seine Sekretärin Rita Gerenli bekommt vor Ankunft der Schiffe eine Liste mit Patienten und deren Beschwerden und kann dann Termine in der richtigen Fachklinik machen. "Die Ambulanzen sind angehalten, die Seeleute bevorzugt dran zu nehmen", so Gerenli. Christine Beykirch vom hafenärztlichen Dienst sagt, das liefe auch im Klinikum Reinkenheide sehr gut, es sei schön, dass die Seestadt-Krankenhäuser sich so gut auf die Seeleute einstellen.

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