Die Kinder der Krippen "Die Sprotten", "Die Seeräuber" und "Die Seepferdchen" müssen ab Januar wohl in anderen Einrichtungen untergebracht werden.

Die Kinder der Krippen "Die Sprotten", "Die Seeräuber" und "Die Seepferdchen" müssen ab Januar wohl in anderen Einrichtungen untergebracht werden.

Foto: Masorat

Bremerhaven

Bremerhaven: Stadt dreht Büsing-Krippen den Geldhahn zu

Von Laura Bohlmann-Drammeh
23. August 2017 // 19:30

Die Stadt Bremerhaven zahlt den von Marika Büsing (SPD) finanzierten Krippen "Die Seepferdchen", "Die Räuber" und "Die Sprotten" ab Januar keine Fördergelder mehr. Grund dafür sind rechtliche Feinheiten. Die Eltern reagierten geschockt auf diese Nachricht, die FDP kritisierte das Vorgehen des Magistrats. 

Kinder sollen anderweitig untergebracht werden

Grundlage der Entscheidung ist wohl, dass Büsing nicht als Träger der freien Jugendhilfe agieren kann. Ab Januar will der Magistrat keine Fördergelder mehr zahlen, aber für eine anderweitige Unterbringung der 68 betroffenen Kinder sorgen.

Eltern von der Nachricht geschockt

Für die Eltern war die Nachricht der Schließung ein Schock und ein "katastrophales Ergebnis nach allem was in den letzten Wochen passiert ist". Sie hatten sich seit Juni dafür eingesetzt, die Büsing-Krippen zu erhalten.

FDP kritisiert Magistrats-Entscheidung

Die FDP kritisierte das Vorgehen des Magistrats: „Es ist unmöglich vom Magistrat, dass Eltern, Mitarbeiter und die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses von dieser Entscheidung aus der Presse erfahren“, so Hauke Hilz, Fraktionsvorsitzender der FDP.

Rechtsanspruch auf Krippenplätze

Denn die Entscheidung, kein Geld mehr an Marika Büsing zu zahlen, habe weitreichende Folgen. „Es geht hier um 68 Kinder, die einen Rechtsanspruch auf Betreuung haben und die dann anderweitig untergebracht werden müssen“, sagte Hilz.

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