Am Sonntag trafen sich wieder viele Bremerhavener vor der "Seute Deern".

Am Sonntag trafen sich wieder viele Bremerhavener vor der "Seute Deern".

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Bremerhaven: Statik der "Seute Deern" muss geprüft werden

Von Lili Maffiotte
1. September 2019 // 12:11

Nachdem die "Seute Deern" am Freitag Abend auf den Grund des Hafenbeckens in Bremerhaven gesunken ist, hat das Deutsche Schifffahrtsmuseum Gutachter bestellt. Sie sollen sich ein Bild von dem Schaden verschaffen und die Sicherung des Schiffes koordinieren. Mit ersten Ergebnissen rechnet das DSM in der kommenden Woche. 

Um zwei Meter abgesackt

In der vergangenen Woche waren an Bord des Schiffes Pumpen ausgefallen. Das Schiff zog Wasser und geriet in Schieflagen. Nach Erkenntnissen der Feuerwehr ist der Großsegler um etwa zwei Meter abgesackt und hat sich auf den Grund des Hafenbeckens gesetzt. Das DSM erklärt, dass es für Prognosen in Bezug auf die Sanierung des Schiffes noch zu früh sei. Zuerst soll die Schadensursache und das Ausmaß der Schäden sowie die Statik des Schiffes untersucht werden.

Geld bewilligt

Vor gut einem halben Jahr ist auf dem Schiff ein Feuer in einem Hohlraum an der Küche ausgebrochen. Daraufhin sind im Mai für die anstehende Sanierung der "Seute Deern" Planungsmittel in Höhe 1,4 Millionen Euro bewilligt worden – anteilig finanziert vom Bund, dem Land Bremen und der Stadt Bremerhaven.

Dreimaster unter Denkmalschutz

Das Schiff ist europaweit der einzige noch erhaltene, rein zivil genutzte hölzerne Großsegler. Die "Seute Deern" liegt seit 1966 im Alten Hafen in Bremerhaven. 1972 wurde sie dem Deutschen Schifffahrtsmuseum zu seiner Gründung von der Stadt Bremerhaven geschenkt. Seit 2005 steht der Dreimaster unter Denkmalschutz.

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