Schriftzug GHBV an einer Hauswand.

Beim Gesamthafenbetriebsverein stehen Betriebsratswahlen an. Dass eine Gruppe unter dem Kennwort „Schindlers Liste“ antritt, sorgt für Diskussionen.

Foto: Scheer

Bremerhaven

Bremerhaven: Streit um „Schindlers Liste“ beim GHB

25. Februar 2021 // 20:05

„Schindlers Liste“ lautet der Name einer Gruppe, die bei den GHB- Betriebsratswahlen antritt. Das sorgt für einige Diskussionen im Hafen.

Gutes Recht oder instinktlos?

Die Wahlen beim krisengeschüttelten Gesamthafenbetriebsverein (GHB) fallen diesmal etwas aus dem Rahmen. Acht Listen treten an mit 123 Bewerbern. So viele gab es noch nie. Und dann ist da noch die Gruppe, die unter dem Kennwort „Schindlers Liste“ antritt. Der Listenvertreter heißt tatsächlich Schindler. Soll er nun seinen Namen verstecken? Oder ist es eine Instinktlosigkeit, ausgerechnet den Filmtitel zum Kennwort zu nehmen, der für das Schicksal von Menschen steht, die den Todeslagern der Nazis entkommen sind. „Schindlers Liste“ heißt der Film, mit dem Oskar Schindler ein Denkmal gesetzt wurde, der als Fabrikant 1200 jüdische Zwangsarbeiter vor der Ermordung in Hitlers Vernichtungslagern gerettet hatte.

Name nicht notwendig

Tatsächlich muss bei den Betriebsratswahlen kein Name als Kennwort benutzt werden. Die Mitbewerber heißen beispielsweise „Für einander stark, mit vereinter Kraft“, „GHB Docker’s“, „Ehrlich und Fair“, „Gemeinsam“ oder „Die Alternativ-Liste“.

Was der GHB-Chef zu dem Thema sagt, lest Ihr auf NORD|ERLESEN.

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