Eines der vielversprechenden Forschungsprojekte am TTZ in Bremerhaven: Jörg Schulz und sein Team wollen die Membran-Destillation für die Lebensmittelbranche erschließen.

Eines der vielversprechenden Forschungsprojekte am TTZ in Bremerhaven: Jörg Schulz und sein Team wollen die Membran-Destillation für die Lebensmittelbranche erschließen.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven
Wissenschaft

Bremerhaven: TTZ schrammt knapp an der Insolvenz vorbei

Von Ursel Kikker
19. Februar 2018 // 19:00

Das Technologie-Transfer-Zentrum (TTZ) im Fischereihafen hat einen harten Sanierungskurs eingeschlagen. Knapp an der Insolvenz vorbei geschrammt, schrieb es 2017 wieder schwarze Zahlen. 

Von 120 auf 50 Mitarbeiter

Der Forschungsdienstleister im Fischereihafen ist gerade 30 Jahre alt geworden. In Spitzenzeiten waren dort rund 120 Mitarbeiter beschäftigt. Heute sind es noch knapp 50. Das sei eine Größe, mit der sich wirtschaftlich arbeiten lasse, so die Verantwortlichen. Die Forscher konzentrieren sich auf ihre Stärken im Lebensmittel- und im Ressourcenbereich. Sie haben interessante Projekte an Land gezogen.

Standorte wurden aufgegeben

Alles andere wurde aufgegeben; mehrere Institute wurden geschlossen. Einige Standorte wurden aufgegeben. Zentrale Adresse ist heute das Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (BILB) neben der Fischereihafen-Betriebsgesellschaft. Dazu kommen das Sensoriklabor und Büros und Technikum in der Packhalle X. Die Kosten deutlich zu reduzieren, ist Teil des Sanierungskurses.

Geringe Grundfinanzierung für TTZ

Neue, interne Strukturen sollen verhindern, dass das TTZ wirtschaftlich aus dem Ruder läuft. Die Mitarbeiter müssen den Löwenanteil ihres Budgets erwirtschaften. Sie setzen unter anderem auf Forschungsprojekte, die gut finanziert sind. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremerhaven wird wieder verstärkt.

Millionen-Zuschuss rettet das TTZ

Das TTZ war mit einem Millionen-Zuschuss von Stadt und Land gerettet worden. Es gab Querelen mit dem damaligen Geschäftsführer, von dem man sich trennte. Die Frage, wie die EU mit einer nicht korrekten Doppelförderung umgeht, ist noch nicht beantwortet.

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