Für ein Referendariat gibt es mehr Bewerber als Plätze. Aber viele bleiben nach der Ausbildung nicht in Bremerhaven.

Für ein Referendariat gibt es mehr Bewerber als Plätze. Aber viele bleiben nach der Ausbildung nicht in Bremerhaven.

Foto: Kahnert/dpa

Bremerhaven

Bremerhaven: Viele junge Lehrer bleiben nicht hier

Von Denise von der Ahé
27. April 2018 // 08:00

An Bewerbern für einen Referendariatsplatz mangelt es dem Land Bremen nicht. Nach Angaben des Bildungsressorts haben sich für den Einstellungstermin im August 368 Studienabgänger auf 200 Plätze beworben. Das Problem ist jedoch: Nach der Ausbildung bleiben viele junge Lehrer nicht in Bremerhaven. 

SPD: Referendare nicht als Feuerwehrkräfte missbrauchen

"Ein Großteil der Referendare geht wieder", sagt der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung, Elias Tsartilidis. Um die jungen Lehrer auch nach Abschluss ihrer Ausbildung in Bremerhaven zu halten, müsse die Ausbildungssituation an den Schulen verbessert werden. "Referendare dürfen nicht als Feuerwehrkräfte missbraucht werden", sagt der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete. Aktuell würden sie oft mehr unterrichten als es die Ausbildung vorsehe.

Referendare sind oft gestresst

Das stresse viele genauso wie die Tatsache, dass Referendare immer an zwei Schulstandorten eingesetzt würden. "Das führt dazu, dass sie in keinem Kollegium so richtig ankommen können", sagt Tsartilidis.

"Zusagen für alle Bewerber"

In Bremen gibt es das Problem weniger. Genug Bewerber für einen Referendariatsplatz gibt es ohnehin. Vor allem Sonderpädagogen wollen mehr junge Menschen werden als es Plätze gibt. Das machte Bildungsstaatsrat Frank Pietrzok (SPD) am Donnerstag in der Bürgerschaft auf eine Frage der FDP deutlich. „Aufgrund des Bedarfs sollen jedoch alle Bewerberinnen und Bewerber im Lehramt Sonderpädagogik eine Zusage für einen Referendariatsplatz erhalten“, sagte Pietrzok.

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