Bremerhaven: Waschbären kommen in die Stadt

Auch in Bremerhaven ist der Waschbär mittlerweile heimisch geworden.

Bremerhaven

Bremerhaven: Waschbären kommen in die Stadt

Von Christoph Bohn
29. September 2018 // 14:30

Umgeschmissene Mülltonnen, aufgerissene Müllsäcke und Kratzspuren – das können Anzeichen dafür sein, dass in der Nacht ein besonderer Gast auf dem Grundstück zu Besuch war: ein Waschbär.

Bis zu 30 Tiere in der Seestadt

„Wir haben die Tiere seit etwa drei Jahren in Bremerhaven“, bestätigt Stadtjägermeister Holger Bartels. Gut zu erkennen sind die Tiere an ihrer typischen Färbung im Gesicht, die einer schwarzen Gesichtsmaske ähnelt. Sie werden zwischen 41 und 71 Zentimeter groß, wiegen bis zu neun Kilogramm und sind Allesfresser. „Sehen wird man sie aber eher selten, denn Waschbären sind nachtaktive Tiere“, erläutert Bartels. Er schätzt die Anzahl der Waschbären im Stadtgebiet auf etwa 20 bis 30.

Aktiv am Stadtrand

Dass sie aber aktiv sind, erfährt der Stadtjägermeister durch regelmäßige Anrufe von Bürgern. Besonders in den Stadtrandgebieten sind die Tiere anzutreffen und auch auf der Luneplate.

Jäger: Waschbären sind nur lästig, nicht gefährlich

Gefährlich sind die Tiere nicht, eher lästig: „Sie machen Mülltüten auf und kriechen rein. Und wenn sie besser rankommen, schmeißen sie auch schon Mülltonnen um“, weiß Bartels. Er rät dazu, die Waschbären in Ruhe zu lassen: „Sie gehen von alleine wieder.“ Deshalb sei es nicht nötig, die Polizei anzurufen. Anfüttern sollte man die Tiere allerdings auch nicht, betont der Stadtjägermeister. Eine Plage wie in anderen Regionen Deutschlands sind die Waschbären in der Seestadt aber noch nicht.