Küchenchef Rolf Gehrke sorgt dafür, dass in der Mensa des Schulzentrums Carl von Ossietzky frische Kost auf die Teller kommt.

Küchenchef Rolf Gehrke sorgt dafür, dass in der Mensa des Schulzentrums Carl von Ossietzky frische Kost auf die Teller kommt.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Bremerhaven: Wie viel Bio kommt in den Schulen auf den Tisch?

Von Denise von der Ahé
14. Februar 2018 // 07:00

2500 Schulessen kommen in den 14 Bremerhavener Ganztagsschulen täglich auf den Mensatisch. „Der Bioanteil liegt bei zehn Prozent“, sagt Schuldezernent Michael Frost (parteilos). Anders als in der Stadt Bremen ist zunächst nicht geplant, die Verpflegung in Schulen zu 100 Prozent auf Bio umzustellen.

Stadtrat Frost ist skeptisch

Einen entsprechenden Beschluss hatte der Senat vor wenigen Tagen für Bremen gefasst. Allerdings sollen die 100-Prozent-Bio-Schulen auch erst bis zum Jahr 2022 Wirklichkeit werden. Aus finanziellen Gründen hält das Frost jedoch für die Bremerhavener Schulen für unrealistisch.

Die Eltern zahlen 1,50 Euro pro Schulmahlzeit

Pro Mahlzeit kalkuliert das Schulamt derzeit mit 3,50 Euro. Davon übernehmen die Eltern einen Eigenanteil von 1,50 Euro. „Stellt man auf Bio um, wären wir bei Gesamtkosten von fünf bis sechs Euro pro Mahlzeit“, sagt Frost. „Das würde dann auch eine Erhöhung für die Eltern bedeuten.“

Bio nur bei Obst, Gemüse und Milchprodukten

Aus ökologischen und ethischen Gründen wäre eine Umstellung auf 100 Prozent Bio-Kost zwar eine wünschenswerte Sache, aber angesichts der sozialen Situation vieler Familien schwierig. Dennoch betont Frost: „Wir warten ab, wie das in Bremen funktioniert, und dann prüfen wir, ob wir das auch umsetzen können.“ Ebenfalls aus Kostengründen bezieht sich der derzeitige Bio-Anteil auf Obst, Gemüse und Milchprodukte, Bio-Fleisch sei einfach zu teuer.

In zwei Schulen wird frisch gekocht

In immerhin zwei Bremerhavener Schulen – in der Schule am Ernst-Reuter-Platz und im Schulzentrum Carl von Ossietzky - wird frisch gekocht. Aufgrund der Größe der Schulen sei das so praktischer, sagt Frost. Alle anderen zwölf Ganztagsschulen werden von Caterern beliefert. In den Küchen der Schulen werden die Gerichte dann erwärmt und vorbereitet.

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