Claudia Marhenke-Maybaum, Psychoonkologin (links), und Ute von Leutsch stehen Hilfesuchenden im Verein Lichtblicke zur Seite.

Claudia Marhenke-Maybaum, Psychoonkologin (links), und Ute von Leutsch stehen Hilfesuchenden im Verein Lichtblicke zur Seite.

Foto: Lammers

Bremerhaven

Bremerhaven: Zur Krebskrankheit droht Einsamkeit

12. März 2021 // 18:10

Nur mit Mühe kann der Verein Lichtblicke wegen der Pandemie Krebserkrankte unterstützen. Dabei brauchen diese oft Nähe zu Gleichgesinnten.

Zu den Ängsten kommt die Einsamkeit

Statt Geselligkeit leben zu können, leiden die Betroffenen wegen der Pandemie jetzt häufig unter Einsamkeit. Da bekommen Ängste Raum und mit ihm eine besondere Macht: „Die Angst, die eine Krebserkrankung ohnehin auslöst, aber vor allem auch noch die Angst davor, als Risiko-Patient einen schweren Corona-Verlauf erleben zu müssen, wenn man daran erkranken sollte“, beschreibt Ute von Leutsch vom Bremerhavener Verein Lichtblicke die besondere Brisanz.

Austausch mit anderen Betroffenen hilft

Gesprächskreise, das regelmäßige gemeinsame Frühstück, Yoga-Kurse, Grünkohlwanderungen – all das und viele Angebote mehr werden derzeit durch die Kontakt-Beschränkungen geschluckt. „Dabei sind diese Aktivitäten für Menschen, die mit dieser Krankheit leben, enorm wichtig“, sagt Claudia Marhenke-Maybaum. „Die Erkrankung verändert alles im Leben“, fügt die Psychoonkologin hinzu. „Da ist es hilfreich, wenn man sich mit Betroffenen austauschen kann.“ Doch nicht nur das: „Die gemeinsamen Aktivitäten helfen auch, sich nicht nur auf die Erkrankung zu fokussieren, sondern auch Dinge zu erleben, die einem einfach guttun.“

Wie der Verein trotzdem Kontakt zu den Betroffenen hält, lest Ihr im kostenlosen Artikel bei NORD|ERLESEN.

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