Auch die leer stehenden einstigen Seebeck-Werft-Werkstätten sind als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch.

Auch die leer stehenden einstigen Seebeck-Werft-Werkstätten sind als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch.

Foto: Foto Scheer

Bremerhaven

Bremerhaven braucht 80 Millionen Euro für Flüchtlinge

Von Susanne Schwan
6. Januar 2016 // 18:56

Rund 80 Millionen Euro werden voraussichtlich in diesem Jahr für sämtliche kommunalen Aufgaben rund um Flüchtlinge gebraucht. So kalkuliert Sozialstadtrat Klaus Rosche (SPD). Klar sei: Die bisher zugesagten 8,1 Millionen Euro, die Bremerhaven vom Bundesland Bremen zugewiesen bekommt, reichen vorne und hinten nicht. Basis der Bremerhavener Kalkulation, so Rosche, sei die bisherige kommunale Prognose, dass im neuen Jahr rund 2400 weitere Asylbegehrende in die Stadt kommen.

Bisher sind 2800 Flüchtlinge in laufenden Asylverfahren

Die Berechnungen für 2015 haben sich nahezu erfüllt: „Statt erwarteter 3000 Flüchtlinge sind bisher 2800 in laufenden Asylverfahren“, korrigiert Rosche die Hochrechnung vom November nach unten. Doch die finanziellen „Eckwerte“ für den Haushalt 2016 stünden noch nicht.

Schon 2015 reine Kosten von 17 Millionen

In der 60 Seiten starken Vorlage der Stadt für den Landeshaushalt werde aufgedröselt, „dass wir 2015 schon reine Kosten von gut 17 Millionen Euro hatten, ohne die Mehrkosten – das betrifft alle Ämter außer dem Gesundheitsamt und ohne Seestadt-Immobilien.“

Prognose über rund 27 Millionen Euro für Neubauten

Ohne Neubauten, „auch von Kitas“, für Asylsuchende gehe es künftig wohl nicht, rechnet Rosche vor allem Baukosten in die kalkulierten 80 Millionen mit ein. Seestadt-Immobilien werden danach mit rund 27 Millionen Euro veranschlagt. Den größten Posten trüge das Sozialressort mit rund 34 Millionen inklusive aller Aufgaben, auch des Amtes für Jugend und Familie.

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