Solche Luft-3-D-Bilder liefert Google neuerdings von Bremerhaven. Foto: Bilder © 2015 Google, Kartendaten © 2015 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google

Solche Luft-3-D-Bilder liefert Google neuerdings von Bremerhaven. Foto: Bilder © 2015 Google, Kartendaten © 2015 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google

Grafik:

Bremerhaven

Bremerhaven von oben und in 3-D

Von nord24
10. Dezember 2015 // 17:00

Google Maps, der Kartendienst der bekannten Internetsuchmaschine, hat neuerdings hochauflösende und dreidimensionale Luftfotos von Bremerhaven im Programm. Sie bieten beste Blicke auf die Seestadt – zum Beispiel auch in private Gärten, die normalerweise von Sträuchern vor Neugierigen abgeschirmt sind. Dagegen vorzugehen, ist nicht ganz einfach. Ob Lloyd-Werft oder Freibad Grünhöfe – wer sich Orte in Bremerhaven von oben und in 3-D anschauen will, der kann das jetzt mit wenigen Mausklicks tun. Internetnutzer müssen dazu nur die entsprechende Adresse bei Google eingeben. Danach können sie die fotografierten Stellen im Kartendienst Maps unterschiedlich nah heranzoomen und dank des 3-D-Effekts auch drehen und wenden.

Google äußert sich nicht zu seinem Angebot

Google gibt auf unsere Nachfrage keine Informationen zu seinem neuen Angebot. Deutlich redseliger als Google ist Arne Gerhards, Sprecher des hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, der in Deutschland für das Unternehmen zuständig ist. Er klärt zunächst die Herkunft der Luftaufnahmen auf: „Sie wurden Google vom Bundesamt für Kartografie zur Verfügung gestellt.“ Gerhards ergänzt: „Da aufgenommene Menschen und andere personenbezogene Daten, zum Beispiel Autokennzeichen, bereits vor Veröffentlichung unkenntlich gemacht werden, ist der Vorgang datenschutzrechtlich zunächst nicht zu beanstanden.“ Denn laut Bundesdatenschutzgesetz sei die Veröffentlichung von Luftaufnahmen als allgemein zugängliche Information zulässig, wenn ihnen nicht offensichtlich schutzwürdige Interessen der Betroffenen entgegenstünden.

Wie Betroffene Widerspruch einlegen können

„Einer Veröffentlichung von Luftbildaufnahmen in der Auflösung, wie es sie für Bremerhaven gibt“, sagt Arne Gerhards, „stehen nach allgemeiner Auffassung der Aufsichtsbehörden in der Regel keine schutzwürdigen Interessen der Betroffenen entgegen.“ Um gegebenenfalls trotzdem eine Löschung zu erreichen, sei es nötig, gegenüber Google ein besonderes schutzwürdiges Interesse geltend zu machen. „Betroffene müssten also konkret darlegen, aus welchen Gründen die Veröffentlichung dieser Bilder für sie nicht zumutbar ist“, erklärt er. „Sollte Google dem Anliegen dann nicht nachkommen, können sich Bürger selbstverständlich an uns wenden.“

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