Die Viermastbark "Peking"wurde aufwendig renoviert.

Die Viermastbark "Peking"wurde aufwendig renoviert.

Foto: dpa

Bremerhaven

Bremerhaven will alte Schiffbauerhandwerke retten

Von nord24
7. September 2020 // 11:55

Früher gab es viele Berufe im Schiffbau, aber ihr Wissen droht verloren zu gehen. In Bremerhaven könnten sie bald wieder gefragt sein.

Wissen weitergeben

Takler, Kalfaterer, Reepschläger: Beim Bau eines Nachfolgers für den Segler „Seute Deern“ könnten nach Ideen der Stadt Bremerhaven auch aussterbende Handwerke im Schiffbau bewahrt werden. Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) schlägt eine Gruppe von Arbeitskräften vor, in der Spezialisten für historische Segelschiffe ihr Wissen an junge Bootsbauer weitergeben.

Ehrenamtlich

Beim Erhalt alter Segelschiffe werde viel Arbeit ehrenamtlich geleistet, meist von älteren Leuten, sagte ein Stadtsprecher. Das Wissen dieser Generation drohe verloren zu gehen. Als Arbeitsmarktmaßnahme könnte die „Task Force für maritime Denkmäler“, die Grantz vorschwebt, bei der Bremerhavener Beschäftigungsgesellschaft Unterweser angesiedelt werden.

Keine eigenständigen Berufe

Viele Gewerke beim Schiffbau sind heute keine eigenständigen Berufe mehr, sie sind Teil der Ausbildung zum Boots- oder Schiffbauer. „Den Takler als Lehrberuf gibt es nicht mehr“, sagte der Hamburger Bootsbauer Georg Albinusr. Takler oder Rigger setzen die Masten und verspannen sie mit dem Schiff. Und sie setzen die Takelage, an der die Segel hängen und bewegt werden.

„Peking“ renoviert

Albinus und seine Firma haben nach historischem Vorbild die neue Takelage für die Viermastbark „Peking“ gebaut, die renoviert als Museumsschiff nach Hamburg kommt. In Bremerhaven muss das alte Wahrzeichen der Stadt, der Dreimaster „Seute Deern“, abgewrackt werden. Der Bund hat für einen Nachbau 46 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Über das Konzept verhandeln das Land Bremen, die Stadt Bremerhaven und der Bund.

Immer informiert via Messenger
Wie feiert ihr in diesem Jahr Halloween?
516 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger