Ein Bild aus guten Zeiten: Bei der Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft, der Hamburger SMM, präsentierte das Unternehmen W. Ludolph aus Bremerhaven im vergangenen Jahr Präzisionskompasse. Unser Bild zeigt (von links) BIS-Geschäftsführer Nils Schnorrenberger, Olaf Ove Henckel von der Ludolph Geschäftsführung, Bremerhavens OB Melf Grantz und Wirtschaftssenator Martin Günthner, die dem Stand einen Besuch abstatteten.

Ein Bild aus guten Zeiten: Bei der Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft, der Hamburger SMM, präsentierte das Unternehmen W. Ludolph aus Bremerhaven im vergangenen Jahr Präzisionskompasse. Unser Bild zeigt (von links) BIS-Geschäftsführer Nils Schnorrenberger, Olaf Ove Henckel von der Ludolph Geschäftsführung, Bremerhavens OB Melf Grantz und Wirtschaftssenator Martin Günthner, die dem Stand einen Besuch abstatteten.

Foto: Scheer

Bremerhaven

Bremerhavener Firma Ludolph insolvent: 106 Arbeitsplätze in Gefahr

Von Laura Bohlmann-Drammeh
21. November 2017 // 18:06

Das kam für die Mitarbeiter überraschend: Die Bremerhavener Traditionsfirma W.Ludolph hat am Dienstag einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Das Unternehmen kann Bankforderungen "in erheblicher Höhe" nicht mehr begleichen. Für 106 Angestellte ist die Zukunft ungewiss. 

Insolvenzverwalter signalisiert Zuversicht

Am Dienstag hat die Firma W.Ludolph selbst den Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Bremerhaven eingereicht, weil sie sich außergerichtlich nicht mit den Banken über die Schulden einigen konnte. Präsident Uwe Lissau hat noch am Mittag den Hamburger Rechtsanwalt Dr. Hendrik Heerma als Insolvenzverwalter bestellt. "Wir schauen, welche Sanierungsmaßnahmen in Frage kommen", so Lissau. Heerma habe ihm bereits Zuversicht signalisiert.

Mitarbeiter wurden am Mittag informiert

Für die Mitarbeiter und die Gewerkschaft kam die Nachricht der Insolvenz überraschend. "Wir wussten zwar, dass es Schwierigkeiten gibt, aber von der Nachricht gestern wurden wir doch überrascht", so Doren Arnold, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall. Um 13.30 Uhr seien die Mitarbeiter von Heerma über den drohenden Konkurs informiert worden.

Betrieb läuft vorerst weiter

Mitarbeiter und Gewerkschaft erwarten nun, dass der "gut strukturierte Betrieb" weiter geführt wird. Die Arbeiten werden vorerst nicht eingestellt, um Aufträge abarbeiten zu können. Nächste Woche soll es eine Betriebsversammlung geben, bei der den Mitarbeitern ein Lagebericht abgegeben werden soll.

Airbus und Premium Aerotec sind Kunden

Ludolph „gehört seit mehr als 170 Jahren zu den Global Playern in den Bereichen Nautik und Aeronautik“, heißt es auf der Unternehmenshomepage. Abnehmer der hochpräzisen Luftfahrtbauteile von Ludolph ist unter anderem Airbus und Premium Aerotec.

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