Werden die Containerterminals an der Stromkaje künftig ohne die GHB-Hafenarbeiter auskommen müssen? Der GHB muss in die Insolvenz.

Werden die Containerterminals an der Stromkaje künftig ohne die GHB-Hafenarbeiter auskommen müssen? Der GHB muss in die Insolvenz.

Foto: Scheer

Bremerhaven

Bremerhavener Hafenreserve geht in die Insolvenz

3. November 2020 // 18:38

Laut Gewerkschaft Verdi soll das Insolvenzverfahren über den Bremerhavener Gesamthafenbetriebsverein (GHB) eingeleitet werden.

Zukunftskonzept gescheitert

Der GHB ist die Personalreserve des Hafens mit 1300 Beschäftigten. Weil seit Jahren die wirtschaftliche Lage des GHB kritisch ist und sich inzwischen durch Umschlagrückgang zugespitzt hat, wurde im März ein Zukunftskonzept erarbeitet. Das wurde am Dienstag von Hafenbetrieben und der Gewerkschaft Verdi als gescheitert erklärt.

Widerstand des Betriebsrats

Der GHB-Betriebsrat hatte sich lange gegen den Haustarifvertrag gewehrt, den Verdi abgeschlossen hatte und der zu Lohneinbußen bei den GHB-Hafenarbeitern führt. Er sollte Teil des Zukunftskonzeptes sein. Im Betriebsrat zeigte man sich am Dienstag über die Insolvenzankündigung überrascht. Man habe unter gewissen Bedingungen auch dem Haustarifvertrag zustimmen wollen.

Verdi kündigte am Dienstag an, nun so viel wie möglich von dem Zukunftskonzept auch im Insolvenzverfahren umsetzen zu wollen.

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