Jurist Dr. Walter Schmel sieht Handlungsbedarf wegen der Corona-Pandemie.

Jurist Dr. Walter Schmel sieht Handlungsbedarf wegen der Corona-Pandemie.

Foto: Heske

Bremerhaven

Bremerhavener Notar empfiehlt Überprüfung der Vorsorgevollmacht

19. September 2020 // 18:10

Ausgelöst durch die Corona-Pandemie denken immer mehr Menschen darüber nach, Vorsorgevollmachten erstellen oder ändern lassen zu wollen.

„Die Pandemie sollte Anlass sein zu fragen: Was mache ich, wenn ich in Bewusstlosigkeit falle?“, sagt Rechtsanwalt und Notar Dr. Walter Schmel. So stehe in vielen Patientenverfügungen, dass der Unterzeichner im Sterbeprozess nicht mit Maschinen am Leben erhalten werden will, falls die Wiederaufnahme eines bewussten aktiven Lebens aussichtslos sein sollte.

Patientenverfügung ist eingebettet

„Wir ergänzen das oft durch den Hinweis, dass man im Falle einer Virusinfektion künstlich beatmet wird, wenn dies notwendig sein sollte“, erläutert Schmel.

Gewöhnlich ist eine Patientenverfügung eingebettet in eine weitergehende Vorsorgevollmacht. „Die Vorsorgevollmacht ist eine Generalvollmacht. Sie schafft den Handlungsrahmen“, erläutert Schmel. Bei der Patientenverfügung handele es sich hingegen um eine Willenserklärung, mit der ein Mensch festlegt, welche medizinischen Behandlungen er wünscht und welche nicht.

Was genau in der Vorsorgevollmacht festgelegt wird und warum man dafür keine Vordrucke verwenden sollte, lest Ihr am Sonntag, 20. September 2020, im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.

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