Otto Stingl, Geschäftsführer des Autohauses Schmalzried ist einer der Opelhändler aus Bremerhaven, der sich über die Übernahme durch Peugeot freuen.

Otto Stingl, Geschäftsführer des Autohauses Schmalzried ist einer der Opelhändler aus Bremerhaven, der sich über die Übernahme durch Peugeot freuen.

Foto: Scheschonka

Bremerhaven

Bremerhavener Opelhändler sind in Aufbruchsstimmung

Von Laura Bohlmann-Drammeh
10. März 2017 // 13:31

Die Opelhändler in der Seestadt sind guter Stimmung seit klar ist, dass der Mutterkonzern General Motors die deutsche Traditionsmarke an Peugeot verkauft. Opel sei lange wie das ungeliebte Stiefkind behandelt worden, damit sei jetzt hoffentlich Schluss, sagen sie. Auch die Handelskammer sieht in der Übernahme eine Chance für den Standort.

Kontinuität für Opelhändler

Im Autohaus Schmalzried an der Stresemannstraße herrscht positive Stimmung. „Wir kommen jetzt zu einem Hersteller, der den europäischen Markt kennt“, sagt Geschäftsführer Otto Stingl. Er betont, dass die Händler durch die Übernahme wieder auf Kontinuität hoffen können. „Das hin und her seit der drohenden Insolvenz hat jetzt ein Ende“, sagt Stingl.

Hoffnung auf Eigenständigkeit

Auch Claas Holler vom gleichnamigen Autohaus in Schiffdorf hofft auf Besserung. „Opel war immer das ungeliebte Stiefkind von General Motors, mit der Übernahme können wir wieder etwas Eigenständigkeit zurück gewinnen“, sagt er.

Opel-Exporte ausweiten

Und Holler hofft sogar darauf, VW bald wieder die Stirn bieten zu können, wenn PSA die Opel und Peugeot zum neuen Europariesen macht. Auch dass die restriktive Marktpolitik von General Motors wegfalle, gebe den Händlern Anlass zur Hoffnung: „Vielleicht können wir dann endlich in Märkte vordringen, die bisher für uns tabu waren, wie den amerikanischen, russischen oder chinesischen Markt“, hofft der Opelhändler.

Gewinn für die Seestadt

Die Industrie- und Handelskammer in Bremerhaven sieht die Übernahme als Chance für den Standort. „Wenn man frei wäre, auch auf Märkte in China loszugehen, wäre das für Bremerhaven dank des Autoterminals sicher von großer Bedeutung“, sagt Geschäftsführer Wilfried Allers.

BLG schmälert Euphorie

Die BLG hingegen will sich von der Euphorie nicht anstecken lassen. „Opel spielt für das Terminal in Bremerhaven nur eine geringe Rolle, ich sehe keine Indizien, dass sich das ändert“, sagt Sprecher Andreas Hoetzel. Peugeot wickle seine Exporte bisher über Frankreich ab. „Auch die Opel, die in England produziert werden, importieren wir über Cuxhaven“, sagt er.

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