Die Staatsanwaltschaft prüft die Frage, ob es bei Vernachlässigung und Havarie der Bark strafrechtlich relevante Aspekte gibt.

Die Staatsanwaltschaft prüft die Frage, ob es bei Vernachlässigung und Havarie der Bark strafrechtlich relevante Aspekte gibt.

Foto: Arnd Hartmann

Bremerhaven

Bremerhavens „Seute Deern“ im Blick der Ermittler

15. Juli 2020 // 19:01

Das Gutachten von Kapitän Möller über den Untergang der „Seuten Deern“ hat Wellen geschlagen. Auch die Staatsanwaltschaft wird sich das Papier anschauen.

Ermittlungen vor Abschluss

Der Untergang der „Seuten Deern“ beschäftigt Oberstaatsanwalt Oliver Constien ohnehin. Seit November 2019 liegt eine Anzeige wegen Sachbeschädigung durch unterlassene Sanierung vor. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob und in welchem Maße Straftatbestände durch den Umgang mit dem Schiff berührt sind. „Wir wollen den Fall demnächst abschließen“, sagt Constien.

Gutachten auch im Fokus

Er bestätigte auch, dass die Gutachten zur Havarie ebenfalls im Blickfeld der Staatsanwaltschaft sind. „Wir sehen uns die Gutachten an“, sagt er. Hier werde geprüft, auf welchen Tatsachen die Begutachtung fußt und welche Konsequenzen daraus gezogen werden müssen.

Mangelhafte Überwachung

Kapitän Hans-Joachim Möller hatte in seinem Gutachten Mängel bei der Überwachung der „Seuten Deern“ am Tag der Havarie festgestellt. Mehrere Stunden blieb der Ausfall der Pumpen unbemerkt. Als ein freier Mitarbeiter abends den Ausfall bemerkte, musste er erst nach Hause fahren, um sich Werkzeug zu holen.

Ob das Land Bremen ebenfalls einen Millionenzuschuss zum Bau der neuen „Seuten Deern“ beitragen muss, lest Ihr auf norderlesen.de und am Donnerstag in der NORDSEE-ZEITUNG.

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